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Kirchendecke soll restauriert werden

Niederlehme Kirchendecke soll restauriert werden

Der Förderverein der Kirche in Niederlehme plant die Restaurierung der Kirchendecke. Die Maßnahme soll rund 100 000 Euro kosten und lange verborgene Malereien endlich wieder sichtbar machen.

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Anna-Christin Selle arbeitet an der Kirchendecke.

Quelle: Oliver Becker

Niederlehme. Der Förderverein der evangelischen Kirche in Niederlehme will die Kirchendecke restaurieren lassen. Seit einigen Tagen arbeitet die Restauratorin Anna-Christin Selle, Studentin an der Fachhochschule Potsdam, an der historischen Jugendstilausmalung von 1914. Die Ausmalung der Niederlehmer Kirche wurde 1971 überstrichen. Ziel ist es, im Rahmen einer studentischen Masterarbeit ein Konzept zur Rekonstruktion der Innenausmalung zu erarbeiten. Durch Untersuchungen vor Ort mit sogenannten Sichtfenstern konnte bereits ein Teil der ursprünglichen Deckenausmalung wieder sichtbar gemacht werden – sie wurde einst vom bekannten Künstleratelier Lindemanns gefertigt.

„Die Decke über dem Altar war ursprünglich grün und hatte florale Elemente. Im Labor untersuche ich die Farben“, sagte Selle. Alexander Gütter und Maximilian Schirrmacher, Vorsitzende des Fördervereins der Kirche, studieren zusammen Architektur an der Fachhochschule Potsdam. Sie lernten die angehende Restauratorin kennen, die sich der Kirchendecke angenommen hat, diese untersucht und das Konzept zur vollständigen Restauration der Decke anfertigen will. Die Untersuchung ist Teil ihrer Master-Abschlussarbeit.

Erst Konzept, dann Finanzierung

„Wir wollen gucken, was noch vorhanden ist und was wir noch rekonstruieren können. Anschließend werden wir ein Konzept erarbeiten, wie der Kircheninnenraum später einmal aussehen soll“, sagte Schirrmacher. „Wir wollen ein fertiges Konzept haben, damit wir, wenn wir Geld haben, sofort den Startschuss für die Restauration geben können. Das ist eine Zeitersparnis“, so Schirrmacher weiter. Mit der unteren Denkmalschutzbehörde will sich der Verein noch abstimmen.

„Wir haben in den letzten Jahren mit dem Förderverein viel in der Kirche geschafft. Wir haben das Glockengeläut, das Dach und den Kirchturm saniert“, sagte Gütter. Ursprünglich habe die Kirche eine einheitliche Ausmalung gehabt – Barock und Jugendstilelemente vermischten sich. Auf rund 100 000 Euro schätzt er die Restaurationskosten. Ein Drittel will der Förderverein selbst über Spenden aufbringen. Zur Finanzierung der Restsumme wollen Gütter und Schirrmacher bei Stiftungen um Unterstützung bitten. Nächstes Jahr soll die von Holzwurm befallene Orgel saniert werden. Auch die Sanierung der Außenfassade will der Verein in den kommenden Jahren in Angriff nehmen.

Von Oliver Becker

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