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Kirchenvertreter zu Besuch in Mittenwalde

Information über Kirchensanierung Kirchenvertreter zu Besuch in Mittenwalde

Vertreter der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Landeskirche Baden sind in diesen Tagen unterwegs im Kirchenkreis Zossen-Fläming, um sich über laufende Sanierungsprojekte zu informieren. Am Sonnabend machten sie Halt in der Kirche in Mittenwalde – und zeigten sich beeindruckt davon, was mit 900 000 Euro zu machen ist.

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Mit großem Interesse begutachten die Mitglieder der Delegation, wie sich die Kirche verändert hat.

Mittenwalde. Es war kurz vor elf Uhr vormittags, als am Sonnabend Uwe Rosinsky, Mitglied des Gemeindekirchenrates, die Kirche in Mittenwalde aufschloss. Architektin Stefanie Clemen wartete bereits, um schnell noch ein paar Dinge vorzubereiten, zum Beispiel, den Kircheninnenraum ins rechte Licht zu rücken. Und eigentlich sollte auch ein Beamer bereitstehen, damit sie den Verlauf der 2014 abgeschlossenen Sanierung anschaulich machen konnte. Es hatte sich nämlich Besuch angesagt.

Vertreter der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und Kirchenparlamentarier aus der Partner-Landeskirche Baden machten auf ihrer Reise durch den Kirchenkreis Zossen-Fläming in Mittenwalde Halt. Exakt nach Zeitplan stand die Superintendentin Katharina Furian mit der Delegation in der Tür. Bevor man sich auf den Weg nach Mittenwalde machte, gab es durch die Superintendentin eine Andacht und die Begrüßung der Gäste in der Zossener Dreifaltigkeitskirche. Weitere Stationen nach Mittenwalde waren Dahme/Mark, um die dortige St. Marien-Kirche zu besichtigen, die Dorfkirche Niebendorf und schließlich die Marienkirche in Trebbin – alles Gotteshäuser, die in den vergangenen Jahren saniert wurden. Ohne eine finanzielle Unterstützung aus Baden und der EKBO wären diese Bauprojekte nicht möglich gewesen. Auf ihrer Reise informierten sich die Gäste über den Stand der Projekte. Sachkundige Auskunft gaben die mit der Sanierung beauftragten Architekten und die Mitglieder der Gemeindekirchenräte.

Einen Beamer hatte Stefanie Clemen dann doch nicht gefunden, aber eine Präsentation am Laptop tat es auch. Die bessere Nutzbarkeit der Kirche, auch für kulturelle Zwecke, war eine der Maßgaben bei der Sanierung der Kirche in Mittenwalde. Der Plan der Architektin sieht eine Orgelempore aus Holz mit einer Glasbrüstung vor. Unter der Empore ist ein verglaster Foyerraum entstanden. „Ich wollte einen Konsens schaffen zwischen Modernem, das sich aber zurückhält gegenüber dem Bestand“, so Clemen.

Den Kirchenoberbaurat Matthias Hoffmann-Tauschwitz interessierte, wie das Projekt mit dem Denkmalschutz vereinbar war. „Wir hatten eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Denkmalbehörde und haben gemeinsam nach Lösungen gesucht“, erklärte Clemen. Als große Überraschung erwies sich der Fund eines „Paradiesgartens“ im Mittelschiffgewölbe. Die Konservierung der Motive kostete 20 000 Euro, die nicht im Budget eingeplant waren. Aber man war mutig, folgte dem Rat der Denkmalfachbehörde und konnte die Kosten durch Spenden abdecken. Unterm Strich standen für die Sanierung der Kirche 900 000 Euro zur Verfügung. Wie für diese Summe so viel zu bekommen sei, wollte Monika Mayer vom Kirchenkreisverband wissen: „Das geht, wenn alle an einem Strang ziehen und hinter dem Projekt stehen“, so die Baubeauftragte des Kirchenkreises, Tina Kapp.

Dorothee Michel-Steinmann, Nathalie Müller und Ulrike Grether von der Landeskirche Baden zeigten sich beeindruckt, was die Mittenwalder in ihrer Kirche auf die Beine gestellt haben. „Ich bin überrascht, was hier in relativ kurzer Zeit passiert ist. Durch die Sanierung wird den Gemeinden ihre Heimat zurückgegeben und ich bin dankbar, dass ich dazu beitragen kann“, so Ulrike Grether. Die drei Damen fahren mit der Gewissheit nach Hause, dass ihr Geld im Kirchenkreis gut angelegt ist.

Von Gerlinde Irmscher

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