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Kisten schleppen für den Kreispokal

Jugendfeuerwehr Kisten schleppen für den Kreispokal

Sie schleppten Wasserspritzen im Slalom, absolvierten Wissenstests und warfen mit Bälle auf Dosen: Die Mitglieder von 19 Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis Dahme-Spreewald hatten einiges zu tun beim Kreispokallauf in Selchow – am Ende mussten sie sogar zeigen, wie man Verletzte wiederbelebt.

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Die Waßmannsdorfer Jugendfeuerwehr an der Station „Steg von Selchow“.

Quelle: Heidrun Voigt

Selchow. Neun Feuerwehrkinder, neun Plastekisten. Jeder steht auf einer, dicht hintereinander. Der Letzte muss seine Kiste unter den Arm klemmen, nach vorn flitzen und sich an den Anfang der Schlange stellen. Dann der Nächste und so weiter. Ziel ist es, möglichst alle Kisten in viereinhalb Minuten über den 15 Meter entfernten Feuerwehrschlauch zu bringen. Der Sinn hinter der Übung: Feuerwehrleute arbeiten im Team und einer muss sich auf den anderen verlassen können. Dass das gut klappt, bewiesen die 149 Mädchen und Jungen am Sonnabend beim Kreispokallauf der Jugendfeuerwehren in Selchow.

19 Mannschaften waren angetreten. Die Sieben- bis 13-Jährigen hatten einen Parcours mit 13 Stationen zu bewältigen, die 14- bis 17-Jährigen 16 Stationen. Wasserpolonaise, Herr der Ringe, Jagdfieber, der Steg von Selchow, Speedy Gonzales – die Schönefelder Jugendwehr, die den Wettkampf ausrichtete, hatte einen spannenden Parcours aufgebaut. Die Palette reichte von Feuerwehrspezifischem über erste Hilfe bis zu allgemeinen Fragen.

Beim Elchtest an Station 6 mussten die Kinder mithilfe einer Trage erst eine Wasserspritze, dann Tennisbälle im Slalom transportieren. An Station 16 stand Gehirnjogging im Mittelpunkt. Verschiedene Gegenstände wurden 30 Sekunden lang gezeigt, dann abgedeckt. Blitzschnell mussten nun zwei Gruppenmitglieder alle Dinge wieder aufzählen. Die Jüngsten der Wildauer Jugendfeuerwehr machten ihre Sache richtig gut. Bendix-Carl und Emilian zeigten sich zufrieden, wie es bisher für ihre Mannschaft gelaufen war. „Ich habe sogar als Erster einen Rekord im Dosenwerfen aufgestellt“, erzählte Bendix-Carl stolz.

Emilian und Bendix-Carl (v.l.) mit dem Schaumrohr.

Emilian und Bendix-Carl (v.l.) mit dem Schaumrohr.

Quelle: Heidrun Voigt

Auch die Großen der Jugendfeuerwehr Wildau fanden ihre Leistungen passabel. „Wir rechnen uns gute Chancen aus“, sagte Eric. Kevin nickte. Der 14-Jährige macht seit neun Jahren bei der Feuerwehr mit. „Es ist schön, Menschen zu helfen, und ein gutes Gefühl, wenn man die getane Arbeit sieht. Auch die Kameradschaft macht viel aus“, sagte er. Elaine fügte hinzu, dass es am meisten Spaß mache, im großen Feuerwehrauto zu fahren.

Stolz auf die Leistung ihrer Truppe waren auch Patrice und Luca von der Jugendfeuerwehr Großziethen. Die beiden arbeiteten Hand in Hand bei der Reanimation eines Verletzten an Station 15. „Wir fragen vier Bestandteile der Rettungskette ab“, erklärte Julian Becker, der die Station betreute. Der 26-jährige Berufsfeuerwehrmann ist Rettungssanitäter und war bis vor vier Jahren Mitglied bei der Feuerwehr Waßmannsdorf. Seinen Einsatz beim Pokallauf nannte er einen „Freundschaftsdienst“. Etwa 40 erwachsene Feuerwehrleute betreuten den Nachwuchs beim Kreispokallauf.

Am Nachmittag wurden die Sieger geehrt. Die Nase ganz vorn hatten bei den Jüngeren die Brusendorfer/Motzener und bei den Älteren die Miersdorfer. Dicht gefolgt von den Zeuthenern beziehungsweise Zeesenern. Den dritten Platz belegte bei den Jüngeren Eichwalde und bei den Älteren Bestensee. Aber alle haben ihr Bestes gegeben und bewiesen, dass man sich auf sie verlassen kann. Angesichts der Leistung der Jüngsten macht sich Kreisjugend-Feuerwehrwart Christian Liebe keine Sorgen um die Qualität der künftigen Feuerwehrarbeit. Er räumte aber ein, dass trotzdem mehr Anstrengungen unternommen werden müssten, um mehr Kinder und Jugendliche für die Feuerwehr zu begeistern.

Von Heidrun Voigt

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