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Dahme-Spreewald Kitas, Sprechtage: Neuer Bürgermeister legt los
Lokales Dahme-Spreewald Kitas, Sprechtage: Neuer Bürgermeister legt los
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00:20 22.10.2017
Swen Ennullat am Mittwoch beim MAZ-Gespräch im Rathaus kurz nach seiner Vereidigung als Bürgermeiste. Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Nur zehn Tage nach seiner Wahl zum neuen Königs Wusterhausener Bürgermeister hat Swen Ennullat (Freie Wähler KW) am Mittwoch im Rathaus seinen Dienst angetreten. Der 41-Jährige legte am Morgen feierlich den Amtseid ab. Die Dienstzeit von Amtsvorgänger Lutz Franzke (SPD) endete am 15. Oktober. Vor den ersten Beratungen mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung nahm sich Swen Ennullat Zeit für ein MAZ-Gespräch mit Lothar Mahrla und Frank Pawlowski.

Wie fühlen Sie sich als frisch gebackener Bürgermeister?

Swen Ennullat: Ich fühle mich sehr gut. Ein 30 Zentimeter dicker Papierstapel ist zu bearbeiten. Es sind viele Anfragen von Vereinen und Bürgern eingegangen.

Kurz nach Ihrem Wahlsieg gab es eine Hausdurchsuchung bei Ihnen im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens, das inzwischen eingestellt wurde. Ihr Kommentar dazu?

Wir haben Akteneinsicht beantragt, erst danach werde ich mich dazu äußern.

Was werden Sie als Erstes in Angriff nehmen?

Wir werden ab heute Mittag über die Kinderbetreuung sprechen. In der Stadt fehlen Plätze. Ich will mit den Mitarbeitern beraten, wie wir den Mangel beheben können. Außerdem werde ich dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr Bürgersprechstunden anbieten. Besucher sollten sich möglichst telefonisch anmelden, damit wir uns vorbereiten können. Zu bestimmten Fragen werde ich die zuständigen Fachbereichsleiter dazu bitten. Die Termine werden bald auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht. Übrigens wurde im Wahlkampf behauptet, dass ich laufende Projekte kappen will. Das stimmt nicht. Zu den großen Maßnahmen der Stadt liegen gültige Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung vor. Die werde ich natürlich akzeptieren.

Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit mit der Stadtverordnetenversammlung vor?

Ich habe in einem Brief an die Fraktionsvorsitzenden der CDU, der Linke, FDP/Piraten sowie der SPD/Wir für KW meinen Wunsch nach einer kooperativen Zusammenarbeit im Interesse der Menschen der Stadt ausgedrückt. Ich halte daran fest: Meine Hände sind ausgestreckt in alle Richtungen.

Sie waren im Wahlkampf sehr präsent in der Stadt, werden Sie das auch als Bürgermeister sein?

Selbstverständlich. Die Ortsbeiratssitzungen stehen an. Ich werde versuchen, an möglichst vielen Sitzungen teilzunehmen. Da sich einige Termine überschneiden, wird das nicht überall möglich sein. Ich werde neben den Terminen, die ich als Bürgermeister in der Stadt wahrnehme, auch in den sozialen Netzwerken präsent sein.

Welche personellen Veränderungen nehmen Sie im Rathaus vor?

Ich habe ein paar Ideen, möchte aber erst mit den Mitarbeitern ins Gespräch kommen. In den zurückliegenden Monaten wurde viel Porzellan zerschlagen, es herrscht eine Verunsicherung. Zu einer Personalie kann ich etwas sagen. Ich möchte den früheren Baufachbereichsleiter René Klaus wieder einstellen, er hat viele wesentliche Erfahrungen und auf diese Ressource kann und will ich nicht verzichten.

Die Fachbereichsleiterin für Soziales und Ordnung hat im Stadtrat erklärt, dass sie kündigen will. Hat sie das getan und wie geht es weiter?

Sie hat zum Jahresende gekündigt. Wir werden die Stelle nun so schnell wie möglich ausschreiben.

Wie werden Sie die Kontakte zum Kreis gestalten?

Königs Wusterhausen ist die größte Stadt in Dahme-Spreewald. Ich gehe davon aus, dass es eine vertrauensvolle Zusammenarbeit geben wird. In einigen Fragen habe ich aber vielleicht einen anderen Fokus als mein Vorgänger.

Apropos Vorgänger: Lutz Franzke hat seine Hilfe angeboten, werden Sie das annehmen?

Ich werde ihn ansprechen und würde mich freuen, wenn es noch zu einem Gespräch kommt.

Werden Sie die enge Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt Wildau und der Flughafengemeinde Schönefeld fortsetzen oder gilt mit Ihnen das Motto „KW zuerst“?

Wenn wir Synergieeffekte erreichen können, werden wir miteinander reden, zum Beispiel bei der gemeinsamen Nutzung von Verkehrswegen. Aber ich möchte zu allen Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden einen guten Kontakt haben und werde mit ihnen Gespräche führen. In wirtschaftlicher Hinsicht werde ich für die Region kämpfen, bei anderen Themen wie der Kinderbetreuung hat eindeutig Königs Wusterhausen den Vorrang.

Wie geht Ihre Frau damit um, dass sie die neue First Lady von Königs Wusterhausen ist?

Das sieht sie nicht so. Unser Familienleben muss ja weiter gehen. Meine Aufgabe ist es, morgens meinen Sohn ins Schillergymnasium zu bringen. Zu bestimmten Anlässen wird sie mich begleiten, zum Beispiel zum Sportlerball und zum Herbstball der Senioren.

Sie waren bisher Jugendamtsleiter in Teltow-Fläming. Haben Sie die Stelle gekündigt?

Nein, ich habe acht Jahre Sonderurlaub genommen. Diese Regelung gab es früher nur für Beamte, inzwischen gilt sie auch für Tarifbeschäftigte. Die Stelle wird ausgeschrieben.



Von MAZonline

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