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Dahme-Spreewald Kitas müssen Chefinnen-Sache sein
Lokales Dahme-Spreewald Kitas müssen Chefinnen-Sache sein
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07:11 15.08.2017
Birgit Uhlworm ist seit fast 25 Jahren kommunalpolitisch aktiv in Königs Wusterhausen. Quelle: Simone Ahrend
Königs Wusterhausen

Zur Kommunalwahl 1993 trat erstmals eine Wählerinnenvereinigung in Königs Wusterhausen an. Seither setzt sich Birgit Uhlworm für Frauenrechte und Familien ein. Erstmals kandidiert die langjährige Stadtverordnete nun auch für das Bürgermeisteramt. „Wir sind immer noch auf dem Weg. Die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern ist immer noch nicht umgesetzt“, lautet ihre Bilanz nach fast 25 Jahren in der Kommunalpolitik.

Nur mit Männern ist kein Staat zu machen

Dass sich trotzdem einiges in ihrem Sinne verändert hat, zeigt aber schon das Bewerberfeld für die Bürgermeisterwahl am 24. September. Es kandidieren drei Männer und drei Frauen. Die paritätisch besetzte Kandidatenliste lässt die Augen der Frauenrechtlerin Birgit Uhlworm leuchten. „Nur mit Männern ist eben kein Staat zu machen“, sagt sie. Hauptthema ihres Wahlkampfes werden die familiengerechte Kommune und das solidarische Miteinander in der Stadt sein.

Kitaplatz-Mangel ist ein Skandal

An erster Stelle steht für Birgit Uhlworm die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Kitaplatz. Für sie ist das ein Dreh- und Angelpunkt der Stadtpolitik. „Wenn wir es nicht schaffen, die gesetzlichen Vorgaben umzusetzen, müssen wir über nichts anderes reden.“ Es sei skandalös, dass die Stadt nicht genügend Kitaplätze zur Verfügung stellen könne. Das schade letztlich auch der Wirtschaft. „Wenn Mitarbeiter sich nicht darauf verlassen können, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind, ist das nicht gut für die Unternehmen.“ Die Kinderbetreuung müsse daher „Chefinnen-Sache im Rathaus“ sein, wie sie sagt.

Familienbüro und Leitbild für die Stadt

Ebenfalls mit Birgit Uhlworm als Bürgermeisterin soll es ein Familienbüro geben, an das sich Eltern mit allen Fragen wenden können. „In der Fülle von Angeboten finden sich Familien oftmals nicht zurecht. Es muss endlich eine zentrale Anlaufstelle für sie geben.“ Gleichzeitig will die 57-Jährige im Stadtrat und in der Bürgerschaft eine Diskussion über ein Leitbild für Königs Wusterhausen anstoßen. Es müsse eine Verständigung dazu geben, welche Ziele am wichtigsten sind. Für das Neubaugebiet will sie wieder einen Quartiersmanager einsetzen.

Verzicht auf eine Matrialschlacht mit Plakaten

Auf eine Matarialschlacht mit vielen Plakaten will Birgit Uhlworm verzichten, auch aus Kostengründen. „Wir finden, dieses Geld sollet lieber in die Kitas gehen, damit mehr Plätze geschaffen werden können."

Von Frank Pawlowski

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