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Dahme-Spreewald Klare Worte des letzten DDR-Innenministers
Lokales Dahme-Spreewald Klare Worte des letzten DDR-Innenministers
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14:52 14.06.2015
Der Wildauer Bürgermeister Uwe Malich (r.) im Gespräch mit Peter-Michael Diestel. Quelle: Franziska Mohr
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Wildau

An Selbstbewusstsein mangelt es Peter-Michael Diestel (CDU) nicht. Keck meinte er vor Beginn der Talk-Runde, dass er davon überzeugt sei, dass zu ihm weitaus mehr Besucher kämen als zu Angela Merkel. Möglicherweise hat er damit sogar Recht. Denn noch bei keinem Gast von Gregor Gysi über Christa Luft bis Christine Errath waren die 80 Karten bei dieser nun schon 15. Promi-Runde mit Bürgermeister Uwe Malich (Linke) so schnell ausverkauft wie diesmal. Und das, obwohl die Veranstaltung schon auf die Freifläche vor dem Wildorado verlegt wurde, um mehr Gästen Platz zu bieten.

Ohne Geplänkel startete der letzte Innenminister der DDR seinen Exkurs in die Weltpolitik. Dieser führte ihn von der DDR, wie er sagt seiner Heimat, über die Wendezeit, und zur „Konkurs-Verschleppung in Griechenland“. Fast amüsiert berichtete Diestel, wie er, der Christ und Gefreite der Reserve, als DDR-Innenminister über Nacht der Oberkommandierende von fast einer Million Genossen wurde. „Die Wende war ein einmaliger historischer Prozess, bei dem aufgrund der Klugheit aller Beteiligten nicht ein einziger Schuss fiel“, sagte er. Die Hauptlast in Bezug auf die Sicherheit trug in dieser Zeit die Polizei, da sich Staatssicherheit und Grenztruppen in Auflösung und die Armee in der Transformation befanden. „Bis heute empfinde ich es als beschämend, dass die damalige Führung der Polizei ohne jede Anerkennung dieser Leistung verabschiedet und später teilweise sogar noch strafrechtlich verfolgt wurde“, erklärte Diestel. Seinen schnellen Rückzug aus der Politik begründete der Anwalt vor allem damit, „dass man für den heutigen Politikbetrieb eine gewisse Durchschnittlichkeit aufweisen muss.“ Politiker wie Manfred Stolpe, Matthias Platzeck oder Regine Hildebrandt hätten eine hohe emotionale Kompetenz besessen, heute aber müssten Technokraten das Steuer lenken. „Wir müssen die Elite in die Politik schicken und nicht diese durchschnittlichen Typen.“ Dann würde auch die Wahlbeteiligung wieder steigen.

Die jetzige aggressive Politik gegenüber Russland charakterisierte Diestel „als große Dummheit.“ Ohne Russland und China könne es keinen Frieden geben. Klare Worte fand er auch in Bezug auf die Abhörpraxis der Amerikaner: „Freunde erkennt man daran, dass sie eine gute Flasche Rotwein mitbringen und einem nicht Zuhause eine Wanze unter den Tisch kleben. Das Abhören der Kanzlerin ist eine feindliche Aktivität und hat mit Partnerschaft nichts zu tun“, sagte er.

Wieder zurück in Brandenburg gab er dem Wildauer Bürgermeister den schlichten Rat: „Stellen Sie sich bei der neuen Kreisreform einfach quer, lassen sie die Fristen verstreichen!“ Das Publikum quittierte dies mit Applaus.

Von Franziska Mohr

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