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Klares Votum für Tunnel-Variante

Zeuthen Klares Votum für Tunnel-Variante

In der aktuellen Diskussion über die Bahnquerung in Zeuthen spricht sich in einer MAZ-Umfrage die Mehrheit der Bürger für eine Tunnel-Variante aus. Ebenso will ein Großteil die Festwiese in Miersdorf erhalten. Gefragt wurde auch nach Kita-Plätzen und dem Wohnungsbau.

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Für die kommunale Kita in Miersdorf ist ein Neubau geplant.

Quelle: Josefine Sack

Zeuthen. Die Gemeinde Zeuthen, das ist vor allem Idylle am Wasser. Für junge Familien und Alteingesessene ist der Ort auch deshalb gleichermaßen attraktiv. Gleichwohl gibt es auch in der Idylle südlich der Hauptstadt Fragen, die einen Großteil der gut 11 000 Bürger beschäftigen. Die MAZ aber wollte es jetzt genau wissen. Womit sind die Zeuthener zufrieden und wo wünschen sie sich dringend Veränderungen? Chefredakteur Thoralf Cleven bat die Zeuthener daher, an einer MAZ-Umfrage teilzunehmen, die sich vier Schwerpunkten im Ort zuwandte. Menschen aus immerhin 130 Haushalten haben sich daran beteiligt.

Gefragt waren etwa Meinungen zur Kinderbetreuung in der Gemeinde. In Zeuthen fehlen rund 100 Kita-Plätze, perspektivisch werden es noch deutlich mehr sein. Die Teilnehmer der MAZ-Umfrage sprechen sich mehrheitlich (36 Prozent) dafür aus, dass die Kommune neue Plätze schaffen soll, weitere 20 Prozent bevorzugen einen Anbau an die bestehende Kita in Miersdorf. Somit dürfte ein Großteil mit der inzwischen getroffenen Entscheidung der Gemeindevertreter zufrieden sein, wonach in Miersdorf ein neues Kita-Gebäude entstehen soll. Die Gemeinde plant für diese Investition Kosten von insgesamt 2,4 Millionen Euro ein. Allerdings: 26 Prozent der Umfrage-Teilnehmer hätten sich mehr Vierfalt durch einen neuen Träger gewünscht und elf Prozent halten das bestehende Angebot für ausreichend.

Großteil hält Bebauung der Festwiese für unnötig

Außerdem fragte die MAZ, welche Variante die Zeuthener in Sachen niveaufreie Bahnquerung an der Forstallee bevorzugen. Klarer Favorit bei den Umfrage-Teilnehmern: ein Tunnel. 64 Prozent sprechen sich für diese Variante aus. Zwölf Prozent hätten lieber eine Brücken-Variante, 17 Prozent würden alles lassen, wie es ist. Sechs Prozent sehen sich nicht in der Lage, darüber zu entscheiden.

Eines der am meisten diskutierten Themen in der Gemeinde ist derzeit wohl der Dorfanger in Miersdorf. Aktuell wird ein Bebauungsplan für das Areal hinter dem Feuerwehrgerätehaus erarbeitet, der eine teilweise Bebauung vorsieht. Geht es nach den Umfrage-Teilnehmern, ist eine solche Bebauung – auch wenn sie nur teilweise erwägt wird – nicht nötig (53 Prozent). 27 Prozent könnten mit einer teilweisen Bebauung leben, 15 Prozent würden eine Bebauung nur dann begrüßen, wenn eine alternative Fläche als Festwiese zur Verfügung gestellt wird. Nur vier Prozent der Teilnehmer sprechen sich dafür aus, so viel Wohnbebauung wie möglich auf dem Gelände der Festwiese zu schaffen.

Wohnungsbaugesellschaft als sinnvoll erachtet

Derzeit befinden sich etwa 330 Wohnungen im Bestand der Gemeinde. Die MAZ wollte von den Zeuthenern wissen, ob sie die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft als sinnvoll erachten würden. Wie berichtet haben die Gemeindevertreter sich mittlerweile für eine solche Institution ausgesprochen und lassen die Gründung zum 1. Januar 2017 prüfen. Damit passiert, wofür sich 54 Prozent der Teilnehmer an der MAZ-Umfrage aussprechen. Sie erhoffen sich so vor allem bezahlbare Wohnungen für Familien und Senioren. 19 Prozent halten eine Wohnungsbaugesellschaft für sinnvoll, weil die Kommune dadurch ihren Wohnungsbestand besser verwalten könnte. Neun Prozent der Umfrage-Teilnehmer sind gegen die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft. Sie sind der Ansicht, dass private Anbieter genügend Angebote schaffen. Weitere 17 Prozent sehen sich nicht in der Lage, zu dieser Frage Stellung zu beziehen.

Ansonsten brennen den Zeuthenern unter anderem das bisher fehlende Nachbarschaftsheim in der Gemeinde, die Einbeziehung der Bürger in den Straßenbau der Gemeinde und die Altanschließer-Problematik auf den Nägeln. „Da es wenig Einkaufsmöglichkeiten in Zeuthen gibt, würde ich mir wünschen, dass dies nicht noch mehr eingeschränkt wird“, schreibt außerdem ein Umfrage-Teilnehmer. Ein anderer wird konkreter. Er wünscht sich einen Lebensmittelmarkt an der Ortsgrenze zwischen Zeuthen und Wildau und schlägt dafür den Bereich Große Zeuthener Allee und Weserstraße vor. Zudem beklagt ein Miersdorfer das zu geringe Angebot beim öffentlichen Nahverkehr. Für ältere Bewohner ohne Auto sei es extrem schwierig, zum Bahnhof oder gar ins A10-Center zu gelangen. Auch ein Mangel an öffentlichen Spielplätzen und Toiletten wird in der MAZ-Umfrage genannt, ebenso wie der Bürgerservice im Rathaus, mit dem einige Zeuthener offenbar schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Von Stephanie Philipp

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