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Kleiner Waffenschein sehr begehrt

Kriminalitätsstatistik 2016 Kleiner Waffenschein sehr begehrt

Bei der Pressekonferenz der Polizeiinspektion Dahme-Spreewald am Freitag stellte Polizeioberrat Christian Hylla einen leichten Anstieg der Straftaten im Jahr 2016 fest. Schwerpunkte bildeten hier Diebstähle und Wohnungs-sowie Kellereinbrüche. Bemerkenswert sei auch der Anstieg bei der Beschaffung des „kleinen Waffenscheins“.

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Langsam werden Flächen knapp

Polizeidirektor Torsten Bley, Polizeioberrat Christian Hylla und Kriminal-Hauptkommissar Heiko Runtke (v.l) bei der Pressekonferenz.

Quelle: Andrea Müller

Königs Wusterhausen. Die Kriminalität im Landkreis Dahme-Spreewald ist 2016 wieder etwas angestiegen. Insgesamt wurden 14 725 Straftaten von der Polizei erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 1033 Fälle mehr. „Keine problematische Entwicklung“, kommentierte das Polizeioberrat Christian Hylla bei der Pressekonferenz am Freitag in Königs Wusterhausen.

Asylbewerber verüben wenig Straftaten

Dieser Anstieg sei aber nicht auf die Aufnahme von 1700 Flüchtlingen im vergangenen Jahr im Landkreis zurück zu führen. Der Anteil an Flüchtlingen bei Straftaten habe im Jahr 2016 gerade einmal 1,7 Prozent ausgemacht. „Aus meiner Sicht ein sehr geringer Wert“, so Hylla. Den größten Teil der Straftaten machten Diebstähle aus, gefolgt von Verstößen gegen das Ausländer- und Asylgesetz und Einbrüchen in Wohnungen und Keller. Schwerpunkte bildeten hier Königs Wusterhausen und Schönefeld. Ein Anstieg von Straftaten war 2016 in Wildau zu verzeichnen. Hier wurden 1157 Fälle registriert, was einem Anstieg von 8,6 Prozent entspricht. Auch Eichwalde war Schwerpunkt, mit 415 Fällen, was einem Anstieg von 30,1 Prozent entspricht. Viele Straftaten gab es auch in der Kreisstadt Lübben. 1110 Mal musste hier die Polizei ermitteln. Dennoch sind es weniger Fälle als im Vorjahr. Die Zahl sank um 14,3 Prozent.

Polizeidirektor Torsten Bley sagte in Bezug auf die Vielzahl der Wohnungseinbrüche, dass Eigentümer selbst für die Sciherheit ihrer Häuser so

Polizeidirektor Torsten Bley sagte in Bezug auf die Vielzahl der Wohnungseinbrüche, dass Eigentümer selbst für die Sciherheit ihrer Häuser sorgen sollten.

Quelle: Andrea Müller

Besorgniserregend, so der Polizeioberrat, sei nach wie vor die Anzahl von Wohnungs- und Kellerokeinbrüchen. „Die Zahlen sind hoch, die Aufklärung geht leicht zurück“, umschrieb Hylla die Situation. 403 Mal waren hier die Täter am Werk. Nur 42 Fälle konnten im vergangenen Jahr aufgeklärt werden. Auch hier sind wieder Königs Wusterhausen und Schönefeld am meisten betroffen. 60 Wohnungseinbrüche waren es in Königs Wusterhausen; 112 in Schönefeld. Auch die S-Bahn-Gemeinden Zeuthen, Eichwalde und Wildau sind betroffen. Laut Kriminal-Hauptkommissar passierten die meisten Einbrüche tagsüber, wenn die Leute bei der Arbeit sind und ihre Häuser leer stehen. „Eigentum verpflichtet“, unterstrich Torsten Bley. Jeder sollte sein Haus entsprechend schützen. „Wir beraten die Leute dazu“, sagte Hylla.

Asyl und Straftaten

Im Jahr 2016 wurden 258 Straftaten von Asylbewerbern von der Polizei erfasst. Insgesamt gab es im ganzen Landkreis Dahme-Spreewald 14 725 Straftaten.

Bei den Asylbewerbern handelte es sich meist um Verstöße gegen das Asylrecht. Es wurden 112 Vergehen registriert.

53 Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit wurden 2016 gezählt. Es folgen Diebstahl und Fälschungsdelikte.

Dass guter Schutz wirkt, zeige die Statistik in Schönefeld, wo 50 Prozent der Einbrüche scheitern und sich die Täter keinen Zugang zu Haus oder Wohnung verschaffen konnten. Im ländlichen Raum im Süden des Landkreises gibt es geringe Einbruchszahlen. In Lübben wurden im vergangenen Jahr gerade mal 12 Einbrüche gezählt. Die Gewaltkriminalität war 2016 rückläufig. Bei 235 Fällen betrug die Aufklärungsquote 74,9 Prozent. Die Rauschgiftkriminalität ist leicht angestiegen im Vergleich zu 2015. Es wurden 510 Fälle registriert.

Bedürfnis nach Sicherheit ist hoch

Den „kleinen Waffenschein“ beantragten im Jahr 2016 insgesamt 428 Bürger. 2015 waren es nur 43. „Das ist ein gehöriger Anstieg“, so Hylla. Das zeige, dass sich viele Menschen in ihrem Bedürfnis nach Sicherheit bedroht fühlen. Den „kleinen Waffenschein“ braucht man für Reizgase und Schreckschusspistolen. Ines Filohn, Polizeipressesprecherin verwies auf die Gefährlichkeit dieser Bewaffnung. „So etwas bei sich zu führen, kann nach hinten los gehen. Die Sicherheit ist oft trügerisch“, sagte sie.

Von Andrea Müller

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