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Klimafreundliche Mobilität

Schenkenländchen Klimafreundliche Mobilität

Das Klimaschutzkonzept für das Schenkenländchen wird bis zum Frühjahr fertiggestellt. Sieben besondere Projekte werden unter anderem untersucht; aus jeder Kommune des Amtsgebiets kam ein Vorschlag dazu, außerdem wird der Aspekt der klimafreundlichen Mobilität als Schwerpunkt analysiert.

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Die Landesstraße 74 zwischen Teupitz und Halbe ist für Radfahrer heikel. Nun gibt es die Idee, hier zumindest Spuren für Radler zu markieren.

Quelle: Karen Grunow

Teupitz. Gerade in Berlin sind sie ein häufiger Anblick: Fahrradstreifen auf viel befahrenen Straßen. Diese Linien dürfen zwar von Autos auch überfahren werden, sorgen aber eben auch dafür, dass Autofahrer aufmerksamer sind für den Radverkehr. Im Zuge der Entwicklung eines Klimaschutzkonzeptes für das gesamte Schenkenländchen kam nun der Vorschlag auf, Spuren für Radler beispielsweise auf der stark befahrenen Straße zwischen Teupitz und Halbe durch entsprechende Markierungen auf dem Asphalt zu kennzeichnen.

Reinhard Geister von der Regio- AG des Schenkenländchens sprach das kürzlich im Amtsausschuss in Teupitz an. „Wir können versuchen, diese Schutzstreifen genehmigt zu bekommen“, warb er für eine schnelle Entscheidung der Amtsausschussmitglieder. Denn während das Klimaschutzkonzept, das im nächsten Frühjahr fertiggestellt werden soll, entwickelt wird, könnten die damit beauftragten Planer sich zugleich um die entsprechende Erlaubnis bemühen. Allerdings, stellte Geister klar, sind diese Schutzstreifen bislang nur innerorts zulässig, außerhalb von Ortschaften würde so eine Markierung auf der Fahrbahn als Teststrecke deklariert.

Umfangreiche Datenrecherche

Unter anderem mit solchen Fragen zur klimafreundlichen Mobilität im Schenkenländchen setzt sich insbesondere Geoffrey Kanig von der Cottbuser DSK – Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft – auseinander. „Wir haben uns vor allem auf den Radverkehr konzentriert“, sagt er im Hinblick auf das entstehende Klimaschutzkonzept. Dafür sei die bereits 2011 durch die Regio-AG vorgelegte Radverkehrskonzeption eine sehr gute Grundlage.

In den vergangenen Monaten wurden umfangreiche Daten recherchiert. Beispielsweise, wie viele Dachflächen im Amtsgebiet nutzbar wären, um Photovoltaikanlagen zu installieren – vielleicht 50 000 von 600 000 Quadratmetern Dachfläche. Oder dass der Anteil von Solarthermie von derzeit 0,26 Prozent im Schenkenländchen auf bis zu acht Prozent steigerbar wäre.

Zweites Treffen des Klimabeirats

Bereits seit 2010 wird ein Klimaschutzkonzept von der Regio-AG angeregt; vor einigen Monaten dann legten die Amtsausschussmitglieder fest, dass nun eines entstehen soll. Der aus Vertretern aller Kommunen des Schenkenländchens gebildete Klimabeirat traf sich im Oktober zum zweiten Mal. „Eine sehr gute und offene Zusammenarbeit“, lobt Ingmar Reichert vom Planungsbüro Seecon Ingenieure.

Ein Klimaschutzkonzept sei kein „Umsetzungsfahrplan“, so Reichert, liefere aber sehr wohl Diskussionsimpulse. Die Untersuchungen jedenfalls sind sehr konkret, wenn es um die insgesamt sieben, von den Planern gemeinsam mit den Mitgliedern des Klimabeirates ausgewählten Projekte geht: Da wird der in Groß Köris geplante Erweiterungsbau für die Schule als möglicher Versorgungskomplex analysiert; in Münchehofe geht es um ein energieautarkes Feuerwehrhauses, in Märkisch Buchholz und Teupitz werden jeweils potenzielle Nahwärmeversorgungssysteme untersucht. Für Halbe existiert die Idee, den Bahnhofsvorplatz zu einem Klimaparkplatz umzugestalten. Für Schwerin ist errechnet worden, dass bei Umrüstung der gesamten Straßenbeleuchtung auf LED „bereits in weniger als zwei Jahren Einsparungen erzielt werden können“, so Reichert. Bisherige Erfahrungen der Münchehofer, die bald alle drei Ortsteile komplett umgestellt haben werden, unterfüttern die Analysen der Planer. „Das hat auch Auswirkungen auf das gesamte Amtsgebiet“, betont Reichert.

Von Karen Grunow

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