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Klimamanager für die Region

Schenkenländchen Klimamanager für die Region

Für das Schenkenländchen existiert nun ein umfassendes Klimaschutzkonzept, in dem konkrete Vorschläge für jede Gemeinde aufgegriffen worden sind. Einer davon: Die Amtsverwaltung sollte den Posten eines Klimamanagers schaffen, der als Ansprechpartner fungiert und die Umsetzung der Projekte begleitet.

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Der weitestgehend ungepflegte Bahnhofsvorplatz in Halbe soll zu einem Klimaparkplatz umgestaltet werden.

Quelle: Karen Grunow

Teupitz. Das Klimaschutzkonzept für die Gemeinden des Schenkenländchens liegt nun vor. Wichtiges Fazit: Dranbleiben und dafür am besten einen Posten für einen Klimamanager schaffen. „Es gibt die Möglichkeit, sich eine Stelle fördern zu lassen“, sagt Projektleiter Ingmar Reichert vom Planungsbüro Seecon Ingenieure. Mit bis zu 60 Prozent kann eine solche Position für drei oder gar fünf Jahre gefördert werden. „Das wird ein Thema für den Amtsausschuss“, sagt Reinhard Geister von der Regio-AG des Schenkenländchens. Bereits vor Jahren hatte sich die AG dafür eingesetzt, dass solch ein Klimaschutzkonzept realisiert wird. Im vergangenen Frühjahr wurde dem zugestimmt; gemeinsam mit dem neu gegründeten Klimabeirat, dem Vertreter aller Gemeinden angehören, und der Cottbuser DSK – Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft – konnte das Planungsbüro das umfangreiche Konzept zügig fertigstellen.

Der Clou sind die Schlüsselkonzepte, die für jeden Ort vorgeschlagen und untersucht wurden. Nicht immer war das Ergebnis letztlich erfolgverheißend, aber auch diese Erkenntnisse erweisen sich für künftige Planungen als hilfreich. Großes Potenzial hat die in Schwerin geplante Umstellung der Straßenbeleuchtung aus LED. „Die Investition würde sich innerhalb von zwei Jahren amortisieren“, so Geister. Sehr konkret sei auf jeden Fall, dass für den geplanten Schulerweiterungsbau in Groß Köris regenerative Lösungen eingeplant werden sollen. Geothermie könnte sich hier als sinnvoll erweisen. Das, sagt Geister, der auch Groß Köriser Gemeindevertreter ist, sei für ihn eine spannende neue Erkenntnis gewesen, wie gut sich die Erdwärme nutzen ließe. Die Leitfähigkeit des Untergrundes gerade auch im Bereich der Schule sei hoch.

Rege Teilnahme aus allen Gemeinden

Das generelle Interesse an der Klimaschutzkonzeption, so Planer Ingmar Reichert, sei in den Gemeinden groß gewesen: „Es gab von Anfang an eine rege Teilnahme aus allen Gemeinden“, lobt er. Nun obliegt es den Fachämtern der Verwaltung, Teile des Konzeptes umzusetzen. Ein Maßnahmekatalog ist entstanden, in dem auch auf eine klimagerechte Bauleitplanung verwiesen wird sowie auf das bereits seit 2011 vorliegende Radverkehrskonzept, für das, so der dringende Ratschlag, um Fördermittel geworben werden sollte. „Die Gemeinden werden anklopfen“, hofft Reichert auf weitere Beharrlichkeit der Akteure des Klimabeirates.

Die Teupitzer jedenfalls wollen das von ihnen vorgeschlagene Schlüsselprojekt, ein Nahwärmenetz für öffentliche Gebäude, bald Realität werden lassen. „Wir wollten vier Gebäude miteinander verbinden“, erklärt der stellvertretende Bürgermeister Bernd-Axel Lindenlaub. Doch zwischen Kita, Schule, Feuerwehr und Turnhalle wären lange Leitungen nötig, das bedeutete enormen Energieverlust. Stattdessen sei nun die Idee, Schule und Sporthalle zu verbinden. „Das wäre gut und sinnvoll“, sagt Lindenlaub, der hofft, dass die Teupitzer Stadtverordneten bald darüber diskutieren können. Derzeit sind sie gemeinsam mit der Amtsverwaltung dabei, den Haushalt der Stadt für das laufende Jahr zu erstellen. Da ließe sich das Nahwärme-Projekt nicht mehr integrieren, so Lindenlaub. „Wir haben einfach noch nicht genügend Zahlen dafür.“ Er hofft aber, dass das Projekt für die Haushaltsplanungen 2018 relevant und dann zügig realisiert wird. Den Vorschlag, einen Klimamanager einzustellen, sieht er als Chance für die Region. Ein „Kümmerer, der systematisch die Sanierungskonzepte weiterführt“, erklärt Reichert den Posten.

Halbe schafft bereits Fakten

Ein erstes konkretes Ergebnis haben die Halber bereits vorzuweisen: In ihrer jüngsten Sitzung beschlossen die Gemeindevertreter, dass eine Wendekurve für Busse auf dem Bahnhofsvorplatz entsteht. „Im nächsten Anlauf geht es dann um den gesamten Vorplatz“, so Gemeindevertreter Eckhart Köthe, der für Halbe das Schlüsselprojekt „Klimaparkplatz“ unterstützt. Ordentliche Parkbuchten, Fahrradstellplätze, begrünte Ruhezonen und Ladestationen für Elektrofahrzeuge gehören dazu. Ob Fördermittel akquiriert werden können, muss erst überprüft werden. Die Wendeschleife für Busse soll dagegen schnellstmöglich fertig werden. Das ist schon mal ein Anfang.

Von Karen Grunow

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