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Dahme-Spreewald Klubhaus nun auch offiziell eröffnet
Lokales Dahme-Spreewald Klubhaus nun auch offiziell eröffnet
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14:25 09.07.2016
Ministerin Kathrin Schneider (SPD, 3. v. l.) beim Bandanschnitt. Quelle: Franziska Mohr
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Wildau

„Nach dem Ausscheiden unserer Fußballer bei der EM in Frankreich war der Ball gestern Abend ganz unten. Heute aber wird er in Wildau wieder kräftig in die Höhe gerollt“, sagte der Wildauer Bürgermeister Uwe Malich (Linke) am Freitagmittag bei der nun auch offiziellen mit Ministerweihen erfolgten Eröffnung des Klubhauses sowie des Wasserwander-Liegeplatzes an der Dahme. Dass Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) erst Monate später vorbeischaute, während viele Dahmeländer schon den Probelauf um den Jahreswechsel für ein Stelldichein mit „ihrem“ verjüngten Klubhaus nutzten, tat der Stimmung keinen Abbruch.

Sichtlich bewegt erinnerte Malich die zahlreichen Gäste aus Politik und Wirtschaft an die schwierige Geburt des neuen Klubhauses. Nach der Wende gab die Treuhand das ursprünglich zum Schwermaschinenbau „Heinrich Rau“ gehörende Haus mehrfach in falsche Hände. Anfang der 90er Jahre schmückte es Malich zufolge sogar eine rote Laterne, ehe es bis 2010, als es die Gemeinde bei einer Zwangsversteigerung erwarb, zu einem erbärmlichen Katzenklo verkam.

Klubhaus soll Wildau wieder stärker zum Wasser hin öffnen

Dennoch waren sich schon vor sieben Jahren Rathausspitze, Abgeordnete und Geschäftsführung der Wildauer Wohnungsbaugesellschaft (Wiwo) einig, dass dieses um 1925 erbaute Traditionshaus die Initialzündung bilden muss, um die Stadt Wildau wieder stärker zum Wasser zu öffnen. In zahlreichen Workshops entstand die Idee des Wasserwander-Liegeplatzes mit der großen Steganlage und 30 Bootsanlegeplätzen, den das Land Brandenburg mit 730 000 Euro förderte. Insgesamt investierte die Stadt allein in die Außenanlagen rund um das Klubhaus einschließlich Uferweg, Parkplätzen und Zuwegungen insgesamt etwa 2,8 Millionen Euro. „Mit der Eröffnung des Klubhauses und des Wasserwander-Liegeplatzes ist die Sanierung der Schwartzkopff-Siedlung endgültig abgeschlossen. Damit ist ein großes Werk vollbracht, bei dem alle Beteiligten einen langen Atem bewiesen“, betonte Ministerin Schneider.

Insgesamt 40 Millionen Euro Wohnbau- und sieben Millionen Euro Städtebauförderung seien in dieses einzigartige Ensemble geflossen. Wiwo-Geschäftsführer Frank Kerber sprach von „einem qualitativen Sprung in der Stadtentwicklung.“ Dabei würde sich der etwa vier Millionen Euro teure Ausbau des Klubhauses für sein Unternehmen nicht unbedingt direkt über das Objekt, in jedem Fall aber über die Synergieeffekte für den geplanten Neubau in der Schwartzkopff-Siedlung sowie den Wohnungsbau am Dahme-Nordufer auszahlen.

Von Franziska Mohr

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