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Dahme-Spreewald Knallharte Riffs beim Bandcontest
Lokales Dahme-Spreewald Knallharte Riffs beim Bandcontest
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00:17 25.05.2017
„Radius of the Sun“ begeisterten die Besucher wie auch die Jury. Quelle: Heidrun Voigt
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Königs Wusterhausen

Ein Platz beim Bergfunk-Open-Air im August neben Bands wie „Turbostaat“, „Maxim“ und „Rocky Votolato“ galt es zu besetzen. Die Entscheidung fiel am Samstagsabend vorm Sendehaus 2 auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen. Fünf Nachwuchsbands waren angetreten und warben mit treibenden Rhythmen und knallharten Riffs um die Gunst des Publikums und der vier Jurymitglieder.

„Mehr als 100 Bands haben sich nach einer Ausschreibung beworben. Die Region und das Genre hatten wir vorgegeben. Die fünf, die beim Online-Voting die meisten Stimmen hatten, sind heute hier“, sagte Benjamin Pach, der den Bandcontest organisiert hat. Er gehört dem Verein Stubenrausch an, der das Bergfunk-Festival vor zehn Jahren ins Leben rief.

Publikum stimmt mit Knicklichtern ab

Und auch die Moderatoren des Bandcontests, Juana Rockstroh und Jerome Wenzel, gehören zum Verein. „Wir haben die Reihenfolge der Musiker durch Lose festgelegt. Jede Band hat etwa dreißig Minuten, um sich vorzustellen“, erläuterte Juana Rockstroh. Die Bands kamen alle aus Berlin. Den Anfang machte das Trio „Die XYZ“ mit Deutschrock. „Bambi Slaughter“ provozierten nicht nur mit ihrem Namen, sondern auch mit donnernden Drums und brachialen Grooves. Sänger Max Grätsch heizte die Emotionen zusätzlich an. „Großartig, die passen gut zu ,Turbostaat’. Mein Stäbchen für die ist drin“, meinte Sarah Jerke. Mit Stäbchen, die beim Knicken leuchten und in Laternen mit dem entsprechenden Bandnamen geworfen wurden, stimmten die Besucher über ihren Favoriten ab.

„Finding Kelly Fornia“ sagen von sich, dass sie melodischen Punkrock spielen. Schnell und energiegeladenen, mit singenden Gitarrenriffs rissen sie das Publikum mit. Puren Rock ’n’ Roll präsentierten „Bloody Local Sensation“, deren Bandmitglieder aus Berlin und Polen kamen. Sie begannen ihren Gig als Letzte gegen 23 Uhr.

Musiker mit Bezug zum Dahmeland

Vor ihnen gingen „Radius of the Sun“ an den Start und mit der Gruppe die einzige weibliche Protagonistin des Abends: Sängerin Meike Busse. „Wir haben dem Radius der Sonne die Dezibelzahl unserer Musik angepasst“, sagte sie augenzwinkernd vor dem ersten Titel. Die vier jungen Musiker, die seit vergangenem Jahr zusammen spielen, boten guten Stoner Rock durchstreift mit Punk. In der Berliner Band mischen auch zwei „ehemals Einheimische“ mit. Gitarrist Lars Wolfgram ist in Wildau zur Schule gegangen und Schlagzeuger Wolf-Martin Naumann besuchte die Paul-Dessau-Schule in Zeuthen. Der vierte im Bunde ist David Isenmann. Für alle Bandmitglieder ist die Musik reines Hobby. „Klar sind wir aufgeregt heute, aber wir freuen uns mehr“, meinte Wolf-Martin Naumann vor dem Auftritt. Glaubt die Band, dass sie gewinnt? „Das wäre schön, aber überhaupt hier ein Konzert zu haben, sich auszutauschen mit den anderen Musikern, ist ein Gewinn“, so Lars Wolfgram.

Publikum und Jury sind sich einig

Jury und Publikum haben gemeinsam entschieden. „Zusätzlich zu den Besuchern haben zwei Jurymitglieder vom Festival ,Rock im Grünen’ und zwei von Stubenrausch gevotet“, so Juana Rockstroh. Publikum und Jury waren sich beim Sieger einig. Die meisten Punkte erhielt: „Radius of the Sun“, gefolgt von „Finding Kelly Fornia“ und „Die XYZ“.

Unter den mehr als 200 Besuchern war auch Familie Bahr aus Königs Wusterhausen. „Wir mögen Rockmusik und waren auch beim Contest im letzten Jahr hier“, so Kristin Bahr. Über die Wahl mit den Knickstäbchen wurde eifrig diskutiert: Mutter und Kinder waren für „Die XYZ“, er für „Bambi Slaughter“. Einig waren sich alle, dass es ein schöner Abend war.

Von Heidrun Voigt

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