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Königs Wusterhausen Live und auf Welle 2700
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00:17 27.12.2018
Der Gemischte Chor Königs Wusterhausen und das Bläserensemble Quint it auf der Bühne im Maschinensaal. Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Ein Duft von Glühwein wehte am späten Samstagnachmittag durch den Maschinensaal im Sendehaus 1 auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen. Helmut Neuendorf hatte die Rolle als „Aufschneider“ übernommen, die er nahezu perfekt beherrschte, den die Stollenscheiben hatten am Ende alle annähernd die gleiche Größe. Die Mitglieder des Fördervereins „Sender KW“ hatten sich ins Zeug gelegt, um den Besuchern des Weihnachtskonzertes nicht nur einen musikalischen Genuss zu bereiten, sondern auch für weihnachtliche Leckereien wie Glühwein und Stollen zu sorgen.

„Hallo, hallo! Hier ist Königs Wusterhausen auf Welle 2700“, begrüßte Vereinsvorsitzender Rainer Suckow die Gäste. Ganz so, als sei es eine Ansage im Radio, um dann auch gleich noch zu erklären, dass genau vor 98 Jahren und einer Stunde der Sender auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen seinen Betrieb aufnahm – mit einer ersten Liveübertragung eines Weihnachtskonzertes, in dem Beamte der Hauptfunkstelle der Deutschen Reichspost musizierten.

Die Akustik ist für die Sänger sehr herausfordernd

Es ist inzwischen zur Tradition geworden, dass der Förderverein ein Weihnachtskonzert an der historischen Stelle organisiert. In diesem Jahr zum 18. Mal. Der Gemischte Chor Königs Wusterhausen unter Leitung von Stefanie Haupt und das Bläserensemble Quint it aus Berlin gestalteten unter dem Motto „Sind die Lichter angezündet“ das Programm. Die Moderation hatten Ronni Krzyzan und Florian Kießling übernommen. Gekonnt fanden sie die Überleitungen und ließen dabei immer wieder Rundfunkgeschichte einfließen.

Der Chor hat wieder einmal bewiesen, dass er die leisen ebenso wie die lauten Töne beherrscht und den Zuhörern mit seinem Gesang Freude bereiten kann. „Für uns ist es eine größere Herausforderung, hier - anstatt zum Beispiel in einer Kirche – zu singen“, verrät Ronni Krzyzan. Das läge wohl an der Akustik, man höre den Nachbarn nicht so gut, aber es sporne auch an, das Beste zu geben. Für den Zuhörer allerdings stellt sich die Akustik als ein Klangerlebnis besonderer Art dar. Und noch einem ganz speziellen Klang konnten die Besucher zum Abschluss lauschen, der lauten „Musik“ des 1000 PS starken Deutz-Diesel-Motors.

Begeisterte Besucher beim Weihnachtskonzert des Fördervereins „Sender KW“. Quelle: Gerline Irmscher

Für die Maschinisten Uwe Brehmer, Detlef Hansen und Thomas Kalbende hieß es am Samstag, das letzte Mal in diesem Jahr den Diesel in Gang zu setzen. Natürlich ließ es sich auch ihr „Azubi“, der 11-jährige Georg Böke aus Wildau, nicht nehmen, dabei zu sein. Und auch ein Teil der Konzertbesucher beobachtete, wie der Koloss in Gang gesetzt wurde, nicht ohne Fragen an die Maschinisten zu stellen.

„Ich liebe den Chor und seine Musik, zudem ist das Konzert eine schöne Einstimmung auf die Weihnachtszeit“, freute sich Kathrin Ziegler aus Königs Wusterhausen. Auch für Constanze Kautz aus Senzig war es ein gelungenes Konzert: „Für mich war es ein schönes Erlebnis. Nicht nur den Chor, auch die Bläser fand ich sehr beeindruckend. Na, und den Diesel wollte ich mir sowieso schon lange einmal anschauen“, erklärte sie. Am Ende waren sich die Besucher einig: Es war wieder eine gelungene Veranstaltung des Fördervereines „Sender KW“ an der Wiege des Rundfunks in Deutschland.

Von Gerlinde Irmscher

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