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Königs Wusterhausen Aktionstag zur Woche des Sehens
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19:12 10.10.2018
Anke Kalz mit Schlafmaske (l.) muss Fahrer Guido Landwehr voll vertrauen. Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Noch bis Montag findet zum 17. Mal die bundesweite Woche des Sehens statt. Erstmals gab es in Königs Wusterhausen am Mittwoch einen entsprechenden Aktionstag. Organisiert wurde er von der Evangelischen Kirchgemeinde, der Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule, dem Familienzentrum Schenkendorfer Flur und dem Mehrgenerationenhaus. Die Schirmherrschaft hatte Bürgermeister Swen Ennullat (Freie Wähler KW) übernommen. Ziel war es, Menschen mit und ohne Sehbehinderung zusammenzubringen.

„An so einem Aktionstag können wir den Sehenden vermitteln, mit welchen Schwierigkeiten und Hürden Sehbehinderte im Alltag konfrontiert werden“, erklärte Fred Oelschläger, Schulleiter der Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule, und dass es auch toll sei, dies einmal mitten in der Stadt machen zu können, wo mehr Menschen vorbei kommen, als zu einem Tag der offenen Tür in der Schule.

Fachbereichsleiterin probiert Tandemfahren und Blindenstock

Ria von Schrötter, Fachbereichsleiterin für Bürgerdienste, Ordnung und Familie,überbrachte die Grußworte des Bürgermeisters. Da es schwierig sei über Dinge zu reden von denen man nichts weiß, stieg sie mit einer Schlafmaske auf ein Tandem, um dem Fahrer die Kontrolle zu überlassen. „Mir ging ganz schön die Muffe und ohne volles Vertrauen zu dem Fahrer geht es nicht“, sagte sie und probierte auch gleich noch aus, wie es ist, nur mit dem Stock als Orientierungshilfe durch die Gegend zu laufen.

Wobei so manch ein Besucher Probleme hatte, beim Schreiben mit der Punktschriftmaschine die Finger zu koordinieren, demonstrierte der sehbehinderte siebenjährige Nick, dass es doch eigentlich ganz einfach ist. Er geht in die 2. Klasse der Marie-Hermann-Schmidt-Schule. Für ihn ist die Braille-Schrift eine Möglichkeit, schriftlich zu kommunizieren

Unterstützung beim Aktionstag hatten die Organisatoren durch den DRK Ortsverband Königs Wusterhausen.

Von Gerlinde Irmscher

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