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Königs Wusterhausen „Besorgte Bürger“ rufen in Königs Wusterhausen zur Kundgebung auf
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen „Besorgte Bürger“ rufen in Königs Wusterhausen zur Kundgebung auf
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00:23 03.12.2018
Auf dem Königs Wusterhausener Bahnhofsvorplatz soll die Kundgebung stattfinden. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Für den 3. Dezember ist in Königs Wusterhausen eine Kundgebung vor dem Bahnhof angemeldet worden. Anlass ist der mutmaßliche Missbrauch einer 15-Jährigen vor einigen Tagen in der Stadt. Ein tatverdächtiger Flüchtling aus Afghanistan sitzt in Untersuchungshaft. Nach einem zweiten Mann wird weiter gefahndet, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Dubioses Plakat: „Führen die Spuren ins Kanzleramt?“

Die Versammlung mit 15 Personen sei von einer Privatperson angemeldet worden, sagte ein Polizeisprecher der MAZ. Wer dahinter steckt, ist unklar. Der Aufruf ist allerdings eindeutig. Auf dem Plakat, das im Internet kursiert, ist ein großes Foto mit einer Hand zu sehen, die ins Gesicht einer Frau greift. Darüber prangt in Großbuchstaben der Name „Mohammad“. Daneben steht in rot-schwarzer Schrift „Vergewaltiger? In Königs Wusterhausen? Führen die Spuren ins Kanzleramt?“ Frau Merkel, wir wollen Antworten!“. Außerdem steht auf dem Plakat: „Schaut nicht weg, wehrt euch!“

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Die Kundgebung soll um 18 Uhr beginnen. Ebenfalls am 3. Dezember soll es eine weitere Kundgebung eines anderen Veranstalters vor dem Rathaus geben, wo ab 17 Uhr die Stadtverordneten tagen. Eine Anmeldung dafür lag bei der Polizei bis Freitagmittag aber noch nicht vor. In Flüchtlingsunterkünften werden laut MAZ-Informationen die Bewohner aufgefordert, den Bahnhof am Montag zu meiden.

Flüchtlingskriminalität: Das sagt die Polizei-Statistik

Auf MAZ-Nachfrage hat die Polizei die Zahlen zu Straftaten in Dahme-Spreewald für das Jahr 2017 genannt. Für dieses Jahr liegt noch keine Statistik vor. Demnach gab es im Vorjahr 15647 registrierte Straftaten, 2016 waren es 14725. Von Flüchtlingen wurden 632 Straftaten verübt (2016: 410). Es gab im Vorjahr 102 Sexualstraftaten, ebenso viele wie 2016, in vier Fällen waren Flüchtlinge beteiligt (2016: 5).

In Dahme-Spreewald leben laut Kreisverwaltung derzeit 1378 Flüchtlinge und Asylsuchende. Davon sind 1126 Personen nach dem Landesaufnahmegesetz untergebracht, 252 besitzen einen Aufenthaltstitel. Zum mutmaßlichen Missbrauch der jungen Frau in Königs Wusterhausen sagte Landrat Stephan Loge (SPD): „Unser ganzes Mitgefühl gilt den Opfern dieser Verbrechen. Jede einzelne Sexualstraftat ist eine Tat zu viel und ist - unabhängig von der Herkunft der Täter oder Verdächtigen - verurteilenswert und nicht hinnehmbar. Die Kreisverwaltung vertraut nun auf zügige Ermittlungen der Kriminalpolizei zum Hergang und zu den Umständen der Tat.“

Von Frank Pawlowski

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