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Königs Wusterhausen Dahme-Spreewald zahlt Mediziner-Prämie
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01:16 08.07.2018
Der Kreistagssaal in Lübben: Während der Sitzungen darf nur mit Zustimmung aller Abgeordneten fotografiert werden. Quelle: Frank Pawlowski
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Lübben

Mit großer Mehrheit hat der Kreistag die Einführung einer Prämie für Medizin-Studenten beschlossen. Sie bekommen 500 Euro monatlich, wenn sie sich verpflichten, nach dem Studium mindestens vier Jahre lang in Dahme-Spreewald als Arzt zu arbeiten.

Junge Mediziner sollen mit der Prämie nach LDS gelockt werden. Die Hoffnung ist, dass sie hier bleiben. Quelle: Fotolia

Kampf gegen den Ärztemangel

Der Landkreis will damit dem Ärztemangel entgegenwirken. Die Hoffnung ist, dass junge Ärzte langfristig in der Region bleiben. Die ersten Stipendien sollen noch in diesem Jahr vergeben werden. Bis zu fünf Stipendien jährlich soll es künftig geben.

Nur vereinzelte Bedenken

Im Kreistag am Mittwochabend gab es nur vereinzelte Bedenken. Lothar Treder-Schmidt (Grüne) hält die Prämie für zu gering. Er verwies auf andere Bundesländer, in denen bis zu 1000 Euro gezahlt würden. Zudem müssten sich die Studenten viel länger verpflichten, zu bleiben. Er nannte fünf bis sechs Jahre als Bespiel. Gesundheitsdezernent und Beigeordneter Carsten Saß (CDU), sagte, eine höhere Prämie sei möglich, wenn der Kreistag das Geld dafür bereitstellt. Dann könne auch die Bindefrist verlängert werden.

Warnung vor Präzidenzfall

Gegen die Prämie sprach sich Frank Selbitz (Bürgerliste) aus. „Ich fürchte, dass wir ein Tor öffnen, das zu einer Flut von Richtlinien führt.“ Andere gefragte Berufsgruppen wie Feuerwehrleute und Kita-Erzieher könnten ebenfalls Prämien beanspruchen. Selbitz und drei weitere Bürgerlisten-Abgeordnete stimmten dagegen. Nur ihr Fraktionskollege Lutz Krause aus Schenkendorf-Krummensee war dafür.

Lange Debatte um ein Sternchen

Für lange Diskussionen sorgte hingegen eine Formfrage. Die Verwaltung hatte in der Richtlinie zur Studienbeihilfe die geschlechterneutrale Formulierung „Medinzinstudent*innen verwendet. AFD-Fraktionschef Jens-Birger Lange nannte das eine Verballhornung der deutschen Sprache. „Lesefluss und Verständlichkeit werden gestört.“ Die Fraktion legte eine geänderte Richtlinie vor, in der nur die weibliche und männliche Form verwendet wird.

Richtlinie wird weiblich

Mehrere Redner hielten auch das nicht für geeignet. Nach gut 30-minütigem Hin und Her einigte man sich schließlich auf die weibliche Form. Einem Abgeordneten war aufgefallen, dass die Hauptsatzung des Kreises das so vorsieht. Demnach werden in Satzungen und Richtlinien die Geschlechter abwechselnd verwendet. Vor der Richtlinie zur Studienbeihilfe war eine andere Satzung in der männlichen Form abgefasst und beschlossen worden. Folgerichtig war nun die weibliche an der Reihe. Ein drittes Geschlecht ist nicht vorgesehen.

Von Frank Pawlowski

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