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Königs Wusterhausen Lesertelefon: Gelbe Säcke endlich weg
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04:26 13.07.2018
In der Kurzen Straße in Klein Köris wurden sechs Wochen lang die gelben Säcke nicht abgeholt. Quelle: Frank Pawlowski
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Königs Wusterhausen

Schon ein paar Mal hatte sich Hildegard Flosky aus Klein Köris beim Entsorger Alba beschwert. Doch alle Anrufe brachten nichts. Das Berliner Unternehmen ist für die Abholung der gelben Säcke zuständig. In der Kurzen Straße in Klein Köris ist das seit dem 31. Mai nicht mehr passiert.

Alba verspricht ab jetzt Pünktlichkeit

Deshalb meldete sich Hildegard Flosky hilfesuchend beim MAZ-Lesertelefon. „Bei diesen Temperaturen ist das besonders unschön“, sagte sie. Kurz nach der MAZ-Anfrage bei Alba wurden die gelben Säcke an diesem Dienstag endlich abgeholt, wie die Klein Köriserin bestätigte. Ein Unternehmenssprecher teilte zu dem Fall mit: „In den letzten Wochen gab es einen Wechsel in der Tourenmannschaft. Das noch ortsunkundige Team hatte dadurch die Kurze Straße leider mehrfach nicht bedient.“ Das sei nun nachgeholt worden. „Wir gehen davon aus, dass die Entsorgung nun wieder pünktlich und zuverlässig erfolgt. Wir bedauern, dass es für die Anwohner zu Unannehmlichkeiten gekommen ist“, so der Alba-Sprecher.

Prieroser Baustelle verwaist

Aus Prieros erkundigte sich Jürgen Schröder nach dem Bau des Seniorenzentrums auf dem Gelände des ehemaligen Lehnschulzenhauses. Seit dem symbolischen ersten Spatenstich im April habe sich dort nichts mehr getan. „Die gesamte Baustelle ist verwaist“, berichtete er. Die Gemeindeverwaltung Heidesee teilte dazu mit, dass die Baumaßnahmen in rund vier Wochen beginnen sollen. Warum es zu der Verzögerung kam, bleibt aber unklar. Ein Grund könne die derzeitige starke Auslastung von Baufirmen sein.

Im April wurde der erste Spatenstich für das Seniorenzentrum in Prieros gefeiert. Seither war die Baustelle verwaist. Im August sollen die Bauarbeiten beginnen. Quelle: Gerlinde Irmscher

Schlimme Straße wird einfach nicht saniert

Der katastrophale Zustand der Landesstraße zwischen Teupitz und Groß Köris veranlasste Jürgen Diekers aus Teupitz zum Anruf beim MAZ-Lesertelefon. „Hier wiehert der Amtsschimmel“, schimpfte er. Der Rentner kennt sich als früherer Geschäftsführer einer Straßenbau-Firma bestens aus. Er glaubt, das es bei der Planung hakt, nicht am Geld. „In der DDR hat man 15 Jahre auf den Trabi gewartet, wir warten jetzt schon 25 Jahre auf die neue Straße. Das kann doch nicht sein.“ Er verwies auf eine Unterschriftensammlung im Schenkenländchen für eine Petition zum Straßenausbau.

Achtung, Straßenschäden! Warnhinweis an der L 742 im Schenkenländchen. Quelle: Frank Pawlowski

Bürgermeister unterstützt Petition

Der Groß Köriser Bürgermeister Marco Kehling hat sie schon unterzeichnet. „Das ist keine Luxusforderung, sondern eine Notwendigkeit und Pflicht des Landes gegenüber seinen Bürgern.“ Für Autofahrer und Anwohner sei der Straßenzustand eine Zumutung.

Anwohnerin Margitta Kiesel aus Schwerin hält einen Stock in eine tief Pfüttze am Straßenrand der L742. Quelle: Frank Pawlowski

Anwohnerin Margitta Kiesel aus dem benachbarten Schwerin ist ebenfalls genervt. „Wir hoffen, dass endlich etwas passiert. Das ist auch sehr gefährlich“, sagte sie. Sie zeigte auf Risse am Haus, die durch die Erschütterungen vorbeifahrender Lastwagen entstanden seien.

Bahntunnel wie ein dunkles Loch

Aus Königs Wusterhausen gab es einen Hinweis von Hartmut Linke zum Bahntunnel zur Storkower Straße. „Es ist wie ein schwarzes Loch, wenn man da rein fährt“, sagte er. Die Beleuchtung sei zu schwach. Er schlug vor, die Wände weiß zu streichen und rote Warnstreifen anzubringen. „Das müsste doch finanziell machbar sein.“ Die Königs Wusterhausener Stadtverwaltung verwies auf die Zuständigkeit von Landesstraßebetribe und Bahn. „Die Stadt kann nichts veranlassen“, teilte eine Sprecherin mit.

Von Frank Pawlowski

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