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Königs Wusterhausen Ein Dorf geht auf Zeitreise
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00:20 15.08.2018
Zum großen Finale der Abendshow kamen die 119 Akteure alle noch einmal auf die Bühne. Quelle: Gerlinde Irmscher
Kablow

Der Kulturverein Kablow hatte sich wieder einmal ins Zeug gelegt und nicht zu viel versprochen für das 27. Dorffest. Die Besucher erlebten ein vielseitiges Programm. So gab es am Freitagabend in der Dorfkirche ein Wiedersehen mit Uwe Jensen und Gerd Christian. Die Tänzerin Evelyn Weinzettl umtanzte die beiden Herren bei ihrem Gesang.

„Es ist inzwischen Tradition, dass wir das Dorffest am Vorabend mit einer Veranstaltung in der Kirche beginnen und die Älteren unter uns können sich sicher noch an die beiden Herren erinnern, die sie gleich hier unterhalten werden“, begrüßte „Dorfschulze“ Martin Meinert die Gäste. Und ob die sich erinnern konnten, es gab kaum ein Lied, bei dem der Chor der Besucher nicht mit einstimmte.

Anlässlich ihres alljähriges Dorffestes wagen sich zahlreiche Kablower alljährlich auf die Bühne. Das Abendprogramm in diesem Jahr führte die Akteure durch verschiedene Zeiten.

Große Hits zum Mitsingen

„Ich hab sofort zugesagt, als die Anfrage kam“, sagte Uwe Jensen, gab aber auch zu, dass er Respekt vor der besonderen Atmosphäre in der Kirche habe. Er sang die „Hits aus unserer Kindheit“, wie er sagte. Nach einer Stunde übergab er das Mikrofon an Gerd Christian. Nicht nur bei seinem großen Hit „Sag ihr auch“, hatte er die Zuhörer auf seiner Seite. „Tulpen aus Amsterdam“ zum Mitschunkeln und den Gefangenenchor aus „Nabucco“ zum Mitsingen gab er ebenso zum Besten wie das Lied seines Bruders, Holger Biege, „Sagte mal ein Dichter“. Dafür erntete er großen Beifall.

„Für uns war es ein Erlebnis, hier in der Kirche zu singen und wir kommen auch gerne wieder“ sagte Uwe Jensen und betonte augenzwinkernd, dass dies auf keinen Fall ein Drohung sein soll.

Spiel und Spaß für große und kleine Besucher gab es am Samstag, unter anderem bei der Live-Musik mit Joe’s Bigband, dem Puppentheater, Kinderfußball oder beim Kegeln. Gut bewacht von der freiwilligen Feuerwehr trugen die Mädchen und Jungen ihre Fackeln beim Umzug, der um 19 Uhr begann, durch die Straßen.

Abendshow war das Highlight

Derweil sicherten sich die ersten Besucher ihren Platz vor der Bühne für die Abendshow, die für 20.30Uhr angekündigt war. Von der Aufregung der 119 Akteure, die vorher im Umkleidezelt herrschte, war während der Aufführung nichts mehr zu sehen. Die Zuschauer erlebten eine Reise durch die Zeiten mittels einer Zeitmaschine, die Schüler, die mit ihrem Lehrer auf einem Ausflug waren, entdeckten. Bald musste die illustre Reisegruppe feststellen, dass es gar nicht so einfach war, wieder in die richtige Zeit zu kommen. Schließlich war „Alexa“ die einzige, die der Maschine Kommandos geben konnte, auf die sie wirklich reagierte. So kam es schnell einmal zu Missverständnissen und man landetet unter anderem in der Zukunft.

Marie Luise Weiß, Annette Lorz und Monika Schrobback hatten das Drehbuch zur diesjährigen Show geschrieben und Regie geführt. Ein halbes Jahr lang haben die Kablower geprobt und am Ende eine gekonnte Show auf die Bühne gebracht.

„Es war schön wie immer und es ist schon faszinierend, was so ein Dorf auf die Beine stellt“, sagte Ralf Nöske aus Dannenreich.

Von Gerlinde Irmscher

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