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Königs Wusterhausen Hilfe für extrem Übergewichtige
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00:19 03.11.2018
Der 1,83 Meter große Thomas Fechner wog 148 Kilo, jetzt sind es nur noch 97 Kilo. Mit seinem Beispiel will er anderen Betroffenen Mut machen. Quelle: Privat
Königs Wusterhausen

Vor gut einem Jahr wurde in Königs Wusterhausen die erste Selbsthilfegruppe für fettleibige Menschen gegründet. Betroffene können sich austauschen und über Behandlungsmethoden informieren. „Das Angebot wird sehr gut angenommen“, berichtet Initiator Thomas Fechner. Zum ersten Geburtstag gibt es am 5. November einen Vortrag über die Adipositas-Chirurgie (18 Uhr, Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen). Der Leiter des Adipositaszentrums am Bergmann-Klinikum in Potsdam, Bernd Ruschen, wird den Vortrag halten.

Einfach mal vorbeischauen

Thomas Fechner ermuntert Betroffene, vorbeizuschauen. „Es gibt viele quälende Fragen, die man in der Gruppe auf Augenhöhe und ohne Scham besprechen kann“, sagt der 59 Jahre alte Zeuthener.

Thomas Fechner, Gründer und Leiter der Adipositas-SHG Königs Wusterhausen, in der MAZ-Redaktion. Quelle: Frank Pawlowski

Nach der OP „wie neu geboren“

Ihm selbst fehlte das, als er vor zwei Jahren in der Situation war. Deshalb freut es ihn, dass er mit der Gründung der Selbsthilfegruppe anderen Betroffenen helfen konnte. Der 1,83 Meter große Thomas Fechner wog 148 Kilogramm. Mit Ernährungstherapien und Sport wurde er die Pfunde einfach nicht los. Schließlich entschied er sich für die Operation in Potsdam, durch die er 51 Kilogramm verlor. Seither fühlt er sich wie neu geboren.

Hohe Hürden für den Eingriff

Diese Erfahrung haben inzwischen mehrere Mitglieder der Gruppe gemacht. Gerade hat jemand 67 Kilo abgespeckt, der einmal mehr als 200 Kilogramm auf die Waage brachte. Thomas Fechner betont, dass die Hürden für den Eingriff hoch sind. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten von rund 9000 Euro nur unter bestimmten Voraussetzungen. Nach der OP ist nichts mehr, wie es war. „Man muss seine Gewohnheiten umstellen. Das ist auch eine Kopfsache. Es ist deshalb gut, dass man sich lange darauf einstellen kann“, sagt Thomas Fechner.

Die Treffen der Selbsthilfegruppe finden jeden ersten Montag im Monat um 18 Uhr in Achenbach-Krankenhaus statt.

Kontakt und Informationen bei Thomas Fechner unter Tel. 01 60/94 40 44 00.

Von Frank Pawlowski

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