Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Königs Wusterhausen Lokaltermin zu Zeesener Verkehrsproblemen
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Lokaltermin zu Zeesener Verkehrsproblemen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:54 08.11.2018
Teinehmer des Rundgangs besprechen die Situation an der Ampelkreuzung auf der Karl-Liebknecht-Straße. Quelle: Frank Pawlowski
Zeesen

 Die Verkehrsprobleme auf der Zeesener Ortsdurchfahrt werden sich kurzfristig nicht lösen lassen. Erste Vorschläge für Verbesserungen werden nun aber ernsthaft geprüft. Das ist das Ergebnis eines Vor-Ort-Termins mit dem Leiter des Straßenverkehrsamtes Dahme-Spreewald, Carsten Brumme, sowie Vertretern der Königs Wusterhausener Stadtverwaltung.

Der starke Verkehr auf der Bundesstraße B 179 in Zeesen hat eine Bürgerinitiative auf den Plan gerufen. Sie fordert Maßnahmen für mehr Sicherheit und gegen die Staus. Dazu gab es einen Vor-Ort-Termin.

Dazu eingeladen hatte die Bürgerinitiative „B 179, Ortslage Zeesen“, die sich für Veränderungen an der stark befahrenen Karl-Liebknecht-Straße einsetzt. Fußgänger und Radfahrer sollen die Straße sicherer überqueren können, der Verkehrsfluss soll verbessert werden. Vor allem die Ampelkreuzung an der Tankstelle ist nach Ansicht der Bürgerinitiative eine Problemzone. „Hier trifft vieles zusammen“, sagte Sprecher Jens Richter beim Lokaltermin.

Wieder mehr Unfälle an Ampelkreuzung

An der Kreuzung häufen sich wieder die Unfälle. Für die BI ist das ein Alarmzeichen, weil hier viele Schulkinder unterwegs sind. Verkehrsamtsleiter Carsten Brumme machte sich viele Notizen. „Langfristig müsste man über mehr Ampeln und vielleicht sogar über einen Kreisverkehr nachdenken“, sagte er. Als Sofortmaßnahme will das Straßenverkehrsamt prüfen, die parallel zur Ortsdurchfahrt verlaufende Straße aus Richtung Bestensee zum Weidendamm wieder zur Einbahnstraße zu machen.

Hier soll ein Entladeplatz für die Autotransporter entstehen, schlägt die BI vor. Quelle: Frank Pawlowski

Ausgiebig besprochen wurden beim Lokaltermin die Staus, die durch die Anlieferungen für zwei Autohäuser verursacht werden. Die Sattelzüge stehen am Straßenrand und sind vor allem im Berufsverkehr ein großes Hindernis. Die Bürgerinitiative will einen stillgelegten Abschnitt der früheren Bundesstraße B 179 am Kreisverkehr als Stellfläche für die Transporter nutzen. Doch der zuständige Landesbetrieb lehnt das ab, wie in der Runde mitgeteilt wurde. Trotzdem soll diese Möglichkeit weiter geprüft werden. Für Unverständnis sorgte, dass der Landesbetrieb der Einladung zum Vor-Ort-Termin nicht folgte.

Parkmöglichkeit am Straßenrand unwahrscheinlich

Wenig aussichtsreich ist der Vorschlag, eine Parkmöglichkeit für die Autozüge neben der Straße zu schaffen. Sie würden dann teilweise auf dem Radweg stehen. Der Centerleiter von Koch Automobile, Torsten Franz, hofft dennoch auf eine Lösung. „Wir wollen eine friedliche Nachbarschaft haben und nicht als Buhmann dastehen“, sagte er. Den Ärger über die Staus könne er verstehen.

Verkehrsbehinderungen sind unvermeidlich

Sandra Urban, Inhaberin des Autohauses Urban, hält zeitweise Verkehrsbehinderungen während der Anlieferung von Fahrzeugen für unvermeidlich. „Wenn es ein bisschen mehr gegenseitige Rücksichtnahme geben würde, hätten wir nur die Hälfte der Probleme“, sagte sie. Aus ihrer Sicht wäre die Nutzung des alten B179-Abschnitts als Parkfläche die einzige Lösung. Eine Entladung der Fahrzeuge auf den Grundstücken der beiden Autohäuser ist nicht möglich, wie bei der Ortsbegehung festgestellt wurde.

BI hofft auf weitere Unterstützung

Vorschläge der Bürgerinitiative für Fußgängerüberwege oder Bedarfsampeln wurden nicht mehr erörtert. Für BI-Sprecher Jens Richter war der Lokaltermin dennoch ein erster wichtiger Schritt. „Wir hoffen, dass wir im Gespräch bleiben und weiter die Unterstützung der Behörden und der Ortsbeirates bekommen.“ Zum Straßenverkehr und zum ÖPNV in Zeesen bereitet die Initiative eine Veranstaltung vor. Sie soll im Februar oder März 2019 stattfinden.

Von Frank Pawlowski

Zum 80. Jahrestag der Progromnacht rufen die Königs Wusterhausener Bündnisgrünen auf, Stolpersteine zu reinigen. Die Steine erinnern an Juden, die während der Nazi-Zeit verfolgt und ermordet wurden.

07.11.2018

Gute Nachrichten von der A 10 bei Königs Wusterhausen: Die Schäden sind repariert, die Baustelle ist zurückgebaut. Alle drei Spuren sind wieder befahrbar – und das zwei Tage früher als geplant.

07.11.2018

Laura Lazarus (CDU) aus Königs Wusterhausen ist neue Landtagsabgeordnete. Sie nimmt den Platz von Sven Petke ein, der das Mandat niederlegte. Die 37-Jährige arbeitet im Rechtsausschuss mit.

10.11.2018