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Königs Wusterhausen Teilerfolg für Zeesener Bürgerinitiative
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00:18 06.11.2018
Die Ortsdurchfahrt in Zeesen. Quelle: Frank Pawlowski
Zeesen

Gefühlt herrscht auf der Ortsdurchfahrt ständig Bewegung. Dass tatsächlich übermäßig viele Autos dort täglich entlangfahren, wurde jetzt durch eine Verkehrszählung eindrucksvoll bestätigt, die vom Straßenverkehrsamt des Kreises veranlasst wurde. Eine neue Zeesener Bürgerinitiative gab den Anstoß dafür.

Mario Franzky, Jens Richter und Ronny Breuhahn (v.l.) von der neuen Bürgerinitiative "B179, Ortslage Zeesen“ im Juni an der Ortsdurchfahrt. Quelle: Frank Pawlowski

Den vier Kilometer langen Abschnitt passieren täglich mehr als 16000 Fahrzeuge. Allein 4000 Autos sind nur in diesem Bereich unterwegs. „Unsere subjektiven Wahrnehmungen sind damit vollauf bestätigt worden“, sagte Jens Richter, ein Mitbegründer der Bürgerinitiative, die mit verschiedenen Maßnahmen die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer verbessern will. Aber auch für den Verkehr auf der Straße wurden Vorschläge gemacht.

Erster Lokaltermin bestätigte Eindrücke

Bei einem ersten Lokaltermin vor zwei Wochen machten sich Behördenvertreter von Stadt, Kreis und Land sowie von der Polizei im Beisein von Mitgliedern der Bürgerinitiative selbst ein Bild von der Lage. Bei dem Treffen wurden laut Richter die Ergebnisse der Verkehrszählung vorgestellt. „Es kam zum Ausdruck, dass es hier Handlungsbedarf gibt“, sagte Jens Richter.

Sattelzüge sorgen für lange Staus

Ein großes Verkehrshindernis sind die Sattelzüge, die die drei Autohäuser an der Ortsdurchfahrt beliefern. Wenn sie entladen werden, bilden sich lange Staus. Dafür soll nun eine Lösung gefunden werden. Im Gespräch ist eine Fläche neben der Straße, auf der Sattelzüge ihre Fracht abladen können, ohne den Durchgangsverkehr zu behindern. „Wenn es gelingt, sie wenigstens währende der Hauptverkehrszeiten von der Straße zu holen, wäre das schon ein Fortschritt“, sagte Jens Richter.

Einige Querungshilfen für Fußgänger und Radfahrer haben sich als unpraktisch erwiesen. Quelle: Frank Pawlowski

Genau angeschaut haben sich die Fachleute auch die Querungshilfen für Fußgänger, die teilweise keine richtigen Hilfen sind. Wegen des starken Verkehrs bleiben Fußgänger nicht selten auf der Mittelinsel stecken, die für mehrere wartende Personen zu klein ist. „Wir haben angemahnt, dass an einigen Stellen unbedingt etwas passieren muss“, so Jens Richter. Besonders kritisch ist es am Netto-Parkplatz.

Wieder mehr Unfälle an Ampelkreuzung

Die Ampelkreuzung an der Bäckerei Konrad fiel ebenfalls auf. Sie soll laut Polizei neuerdings wieder ein Unfallschwerpunkt sein. Ebenfalls angeschaut haben sich die Fachleute die Situation vor dem Bahnhof, wo Passanten schlecht über die Straße kommen.

Die Initiative hatte vorgeschlagen, dort einen geschützten Fußgängerüberweg anzulegen, ebenso am Hagebaumarkt und am Nettomarkt. Auch die Möglichkeit von Fußgängerampeln solle geprüft werden. Welche Maßnahmen umgesetzt werden, steht noch nicht fest. Konkret wird es aber möglicherweise schon beim zweiten Lokaltermin, der für den 6. November anberaumt wurde.

Gute Zusammenarbeit mit den Behörden

Jens Richter ist mit dem bisherigen Verlauf zufrieden, sieht aber noch keinen Grund zum Jubeln. „Wir haben noch nichts erreicht“, betonte er. Sehr positiv findet er, wie die zuständigen Behörden bisher auf das Anliegen reagiert haben. „Die Zusammenarbeit mit den Verwaltungen klappt gut. Wir werden ernst genommen“, sagte er.

Von Frank Pawlowski

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