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Königs Wusterhausen Ortsteil Diepensee abgehängt
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01:15 04.08.2018
Hier fährt der Bus 730 normalerweise lang, jetzt nicht mehr. Die Straße Am Flutgraben in Diepensee ist wegen einer Baustelle gesperrt. Quelle: Frank Pawlowski
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Königs Wusterhausen

 Der Königs Wusterhausener Ortsteil Diepensee ist mehrere Wochen lang vom öffentlichen Nahverkehr abgehängt. Die einzige Buslinie 730 fährt das Dorf nicht mehr an, weil die Zufahrt über die Straße Am Flutgraben wegen Tiefbauarbeiten voll gesperrt ist. Ortsvorsteher Michael Gleißner berichtet, dass sich viele Einwohner deswegen bei ihm beschwert haben. Seine Proteste stoßen bei der Busgesellschaft RVS auf taube Ohren.

Mit diesem Zettel an der Haltestelle Hauptstraße informiert die RVS über die zeitweilige Einstellung des Busverkehrs in Diependee. Quelle: Frank Pawlowski

„Wir sind zwar ein kleiner Ort, aber trotzdem ein Stadtteil von Königs Wusterhausen. Es kann nicht sein, dass hier kein Bus mehr fährt“, sagte Michael Gleißner der MAZ. Besonders hat er sich darüber geärgert, dass es vorab keine Informationen gab. Die Einstellung des Busverkehrs ab 16. Juli wurde mit einem Zettel an den beiden Bushaltestellen in der Hauptstraße bekannt gemacht. Bis zum Ende der Bauarbeiten im Flutgraben, voraussichtlich am 17. August, werden sie nicht angefahren.

Sackgasse: Die Straße Am Flutgraben an der Kreuzung zur Hauptstraße. Quelle: Frank Pawlowski

Diepenseer sollen die nächst gelegenen Haltestellen in Deutsch Wusterhausen oder im Darwinbogen im Königspark nutzen. Sie sind jeweils rund einen Kilometer entfernt. „Gerade für unsere Senioren ist das eine Zumutung“, schimpft Michael Gleißner. Er bat die RVS vergeblich, über die Hoherlehmer Straße einen Bus durch Diepensee fahren zu lassen. „Das ist zwar ein kleiner Umweg, wäre aber machbar“, meint er.

Die Haltestelle Denkmalplatz in Deutsch Wusterhausen ist die nächste, die Diepenseer nutzen können. Rund 850 Meter Fußweg sind es bis hierher. Quelle: Frank Pawlowski

RVS-Sprecher Lutz Strohschein bestätigte, dass eine Ersatzroute nicht geplant sei. „Für zusätzliche Fahrten haben wir keine personellen Kapazitäten, sie passen auch nicht in den Fahrplan“, sagte er. Die Fußwege zu den anderen Haltestellen seien zumutbar. Er betonte, dass der Baubetrieb die Sperrung veranlasst habe. Die RVS habe zugestimmt, das Straßenverkehrsamt hatte sie genehmigt. Über den zeitweise Einstellung des Busverkehrs habe das Unternehmen auf seiner Internetseite informiert.

Diepensees Ortsvorsteher Michael Gleißner hat eine Alternativroute für den Bus vorgeschlagen. Quelle: Franziska Mohr

Strohschein verwies darauf, das in anderen Fällen auf eine Passage für Busse bestanden wurde, wie bei der Sperrung der Chausseestraße am A10-Center in Wildau. Dort sei die Nachfrage wesentlich größer als in Diepensee. In dem Ort leben 326 Einwohner. Die Königs Wusterhausener Stadtverwaltung teilte am Mittwoch mit, sie habe „leider keinen Einfluss“ auf die RVS.

Diepensee gehörte einst zu Schönefeld. Der Ort musste dem BER-Flughafenbau weichen. Dieser Stein erinnert an die Umsiedlung im Jahr 2004. Quelle: Frank Pawlowski

Michael Gleißner ist maßlos enttäuscht. „Vom Tisch entschieden, danke, liebes Straßenverkehrsamt. Mit den Bürgern reden oder nach Lösungen suchen, wäre ein Weg gewesen.“

Von Frank Pawlowski

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