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Königs Wusterhausen Dahme-Spreewald will Erzieher ausbilden
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Dahme-Spreewald will Erzieher ausbilden
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00:16 10.07.2018
Die Schule in der Brückenstraße in Königs Wusterhausen ist ein Standort für die künftige Erzieherausbildung in Dahme-Spreewald. Quelle: Frank Pawlowski
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Königs Wusterhausen

Im Oberstufenzentrum des Kreises in Königs Wusterhausen könnten Kita-Erzieher ausgebildet werden, ebenso wie an den anderen OSZ-Standorten in Schönefeld und Lübben. Das ergab eine Anfrage diese Woche im Kreistag. Auslöser dafür war ein MAZ-Bericht über den drohenden Personalmangel.

Mehr als 200 Erzieher werden gebraucht

Mehr als 200 Erzieher werden in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming in den kommenden Jahren gebraucht. Das ergibt sich aus dem geplanten massiven Ausbau der Platzkapazitäten in den Kommunen. Allein Schönfeld müssen voraussichtlich 60 Erzieherstellen besetzt werden, in Königs Wusterhausen sind es immerhin 30.

Anfrage nach MAZ-Bericht

Der SPD-Abgeordnete und Kreistagsvorsitzende Martin Wille nahm den MAZ-Bericht zum Anlass für eine Anfrage an den Landrat. Er wollte wissen, ob der Landkreis eine eigene Erzieher-Ausbildung gründen kann, um für mehr Nachwuchs zu sorgen. Ihm schwebte ein neuer Fachbereich an der Technischen Hochschule in Wildau vor.

Ausbildung „grundsätzlich vorstellbar“

Dort hält das die Kreisverwaltung zwar nicht für möglich, ein staatliches Ausbildungsangebot für Erzieher sei aber „grundsätzlich vorstellbar“, antwortete Landrat Stephan Loge (SPD). Nach seiner Ansicht könnte die Erzieherausbildung stattdessen am Oberstufenzentrum angegliedert werden. Eine erste Besprechung dazu habe es schon gegeben. Anders als bei freien Trägern, die Schulgeld erheben, ist die staatliche Ausbildung kostenlos.

24 Schüler für eine Klasse

Voraussetzung ist, dass es genügend Bewerber gibt. 24 Schüler müssen es mindestens für eine Klasse sein. Außerdem müsste der Kreistag eigens einen Beschluss fassen, und auch das Land müsste noch zustimmen. „Im Ministerium steht man dem Vorhaben sehr aufgeschlossen gegenüber“, sagte die zuständige Beigeordnete Susanne Rieckhoff (SPD) im Kreistag.

OSZ rührt Werbetrommel

Nach den Sommerferien wolle das OSZ in den Schulen der Region bereits die Werbetrommeln rühren. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Wann sie im OSZ beginnt, ist offen.Interessenten brauchen den 10-Klassen-Abschluss. In Kitas, die den Tarif des öffentlichen Dienstes zahlen, liegt das Einstiegsgehalt bei 2600 Euro. Noch unklar ist, wie die Absolventen im Kreis gehalten werden sollen.

LDS noch ohne Erzieher-Schule

In Dahme-Spreewald gibt es keine Erzieher-Schule. Die nächstgelegene Einrichtung befindet sich in Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz). Sie wird von der Arbeiterwohlfahrt betrieben. Laut Susanne Riekhoff kommen 60 Prozent der Schüler dort aus Dahme-Spreewald.

„Private nicht kaputt machen“

SPD-Fraktionschefin Sylvia Lehmann riet dazu, sich mit der Awo abzustimmen. „Wenn wir eine staatliche Schule entwickeln, sollten wir aufpassen, die private Einrichtung nicht kaputt zu machen.“ In Fürstenwalde (Oder-Spree) bildet eine berufliche Schule Erzieher aus.

In Werder klappte es nicht

Beigeordnete Susanne Rieckhof berichtete auch von schlechten Erfahrungen. In Werder sei die staatliche Erzieherausbildung gescheitert, weil sich nicht genügend Kindergärten für den praktischen Teil fanden.

Von Frank Pawlowski

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