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Königs Wusterhausen Kirche baut evangelisches Zentrum
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00:22 07.12.2018
Karsten Kalz (l.) und Pfarrer Ingo Arndt vor dem denkmalgeschützten Pfarrhaus, das 1905 erbaut wurde. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

 Dem geplanten Bau eines „Evangelischen Zentrums an der Kreuzkirche“ in Königs Wusterhausen steht nichts mehr im Wege. Das Projekt hat die letzte und entscheidende Hürde genommen. Der Kreiskirchenrat gab dem Finanzierungskonzept seinen Segen. Immerhin 1,7 Millionen Euro investiert der Kirchenkreis Neukölln in den Umbau und die Erweiterung des altehrwürdigen Pfarrhauses am Schlossplatz.

Das evangelische Pfarrhaus am Schlossplatz, im Hintergrund die Kreuzkirche. Quelle: Frank Pawlowski

Im Februar soll das Pfarrhaus geräumt werden, nur das Kirchenbüro bleibt weiter vor Ort. Die Gemeindekreise werden ausquartiert. Eine Bauzeit von zwei Jahren ist vorgesehen. Nach mehrjährigen vergeblichen Anläufen kann die hiesige Kirchengemeinde das Vorhaben endlich umsetzen. Der Bauantrag soll demnächst eingereicht werden. „Wir haben jetzt eine Riesenchance, und die müssen wir nutzen“, sagt der Vorsitzende des Gemeindekirchenrats, Karsten Kalz.

Mit der Diakonie unter einem Dach

Das denkmalgeschützte Pfarrhaus wird grundlegend saniert. Dort zieht die Erziehungs- und Familienberatung der Diakonie mit ein. Das ist der Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirchen. Erstmals sind die Angebote der Königs Wusterhausener Kirchengemeinde und des

Entwurf für den Neubau des evangelischen Gemeindezentrums in Königs Wusterhausen, links der geplante Anbau auf der Rückseite des Pfarrhauses. Quelle: Kirchenkreis Neukölln

Verbandes unter einem Dach vereint. „Das war entscheidend für die Unterstützung des Projekts im Kirchenkreis“, sagt Ingo Arndt, der zugleich stellvertretender Superintendent ist. Es ist das einzige derartige Zentrum im Kirchenkreis. Die Familienberatung befindet sich derzeit in der Kästnerstraße. Erstmals seit vielen Jahren wird außerdem der Pfarrer wieder im Pfarrhaus wohnen.

Erstmals seit zehn Jahren wird der Pfarre wieder im Pfarrhaus wohnen. Quelle: Frank Pawlowski

An der Rückseite des Gebäudes, zur Kreuzkirche hin, entsteht ein dreigeschossiger Anbau. Er wird ein Kinderzentrum und einen Bereich für die Jugendarbeit beherbergen. Darauf ist der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Karsten Kalz, besonders stolz. „Die Arbeit mit Kindern floriert, wir haben großen Zulauf. Das ist eine Investition in die Zukunft, auch mit Blick auf den erwarteten Einwohnerzuwachs in Königs Wusterhausen.“ Die bisherige Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde lobte er.

Endlich neue Toiletten

Ein Fahrstuhl und ein neuer Sanitärbereich gehören ebenfalls zu dem Bauprojekt. Die Toiletten werden künftig von Besuchern der Kreuzkirche genutzt werden können. Die unzureichenden Sanitäranlagen sind bisher ein großes Manko, etwa bei den Konzerten in der Kreuzkirche.

Förderung durch die Stadt

Die Stadt Königs Wusterhausen unterstützt das Vorhaben mit 75000 Euro. „Das ist ein wichtiges Zeichen. Damit zeigt die Stadt, dass ihr etwas am historischen Ensemble liegt“, sagt Pfarrer Ingo Arndt. Das Pfarrhaus wurde 1905 errichtet. Königs Wusterhausen ist einer von drei Standorten im Kirchenkreis, die ein Gemeindezentrum bekommen. „Wir werden das Haus mit Leben erfüllen und wollen auch neue Gruppen ansprechen“, sagt Ingo Arndt.

Geld reicht nicht für alle Wünsche

Alle Wünsche können mit dem Bauprojekt allerdings nicht erfüllt werden. Für ein neues Dach hat das Budget nicht gereicht, auch für den Abriss und Neubau eines Schuppens im Garten reicht das Geld nicht mehr. Die Gemeinde sammelt daher weiter Spenden, um das möglichst während der Bauzeit doch noch durchführen lassen zu können.

Von Frank Pawlowski

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