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Königs Wusterhausen So sollen Jobs bei der Feuerwehr attraktiver werden
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12:06 29.01.2019
Feuerwehr-Einsatz vor wenigen Tagen auf der Autobahn A 10. Auch Königs Wusterhausener Kameraden waren dabei. Die Stadt sieht die Einsatzbereitschaft der Truppe gefährdet, weil offene hauptamtliche Stellen nicht mehr besetzt werden können. Quelle: aireye
Königs Wusterhausen

Die Verbeamtung von hauptamtlichen Feuerwehrleuten in Königs Wusterhausen rückt näher. Ob es schon im Februar im Stadtrat eine Mehrheit für den Vorschlag von Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) geben wird, ist aber ungewiss.

Im Hauptausschuss wurde gut eine Stunde darüber diskutiert. Mit vier Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und sechs Enthaltungen gab es am Ende zwar eine Mehrheit. Doch das Ergebnis zeigt, dass viele Stadtpolitiker noch mit sich ringen. Sie wollen mehr Klarheit zu den finanziellen Folgen für den Stadthaushalt. Der Bürgermeister drängt hingegen auf eine rasche Entscheidung. Er verweist auf die Personalprobleme bei der Feuerwehr. Offene Stellen können nicht besetzt werden, eine Abwanderung von Fachkräften drohe. Ennullat glaubt, dass die Beamten-Jobs attraktiver für Bewerber sind.

Der Hauptausschuss der SVV Königs Wusterhausen berät über die Verbeamtung von Feuerwehrleuten. Quelle: Frank Pawlowski

Laut Stadtverwaltung sollen zunächst 17 der 30 Stellen bei der Feuerwehr in Beamtenstellen umgewandelt werden. 13 könnten mit angestellten Feuerwehrleuten besetzt werden, die schon da sind. Sie erfüllen die Voraussetzungen. Weitere vier Stellen sollen in diesem Jahr ausgeschrieben werden. Für die Stadt bedeutet das jährliche Mehrkosten von rund 130 000 Euro. Dazu kommen noch Rückstellungen für die Pensionen, die laut Rathaus noch nicht genau zu beziffern sind. Fachbereichsleiterin Andrea Schulz sagte im Ausschuss, die Stadt rechne zunächst mit einem Durchschnittswert von 404 000 Euro pro Feuerwehrmann.

Stadtpolitiker: Zahlen sind zu ungenau

Einigen Ausschussmitgliedern war das zu ungenau. Sie fürchten zu starke Belastungen für den Haushalt. „Wir sperren uns nicht dagegen, aber die vorliegenden Zahlen sind nicht konkret genug“, sagte Ludwig Scheetz (SPD). Priska Wollein (UBL) fehlten Alternativen zur Verbeamtung. „Gehaltszuschläge und bessere Arbeitszeiten wären für mich der bessere Weg.“ Es könnte auch überlegt werden, Dienstwohnungen zur Verfügung zu stellen. Hingegen meinte Angela Laugsch (Linke): „Wir haben akuten Handlungsbedarf.“ Die Verbeamtung könne nicht länger verschoben werden. „Wenn wir keine Feuerwehrleute haben, können wir kein Leben mehr schützen.“

Die Rathaus-Vertreter betonten ebenfalls den Zeitdruck. Kämmerer Axel Böhm sagte, der Gefahrenabwehrplan, den die SVV im Vorjahr beschloss, könne personell nicht umgesetzt werden, Er sieht eine Gefährdung des Brandschutzes in der Stadt. „Die Entscheidung ist vergleichbar mit der Verpflichtung, Kitas zu bauen. Wir haben ein gesetzliche Verpflichtung.“ Laut Böhm müssten schon jetzt ehrenamtliche Königs Wusterhausener Feuerwehrleute in der Feuerwache aushelfen, um die Einsatzbereitschaft zu sichern. Bürgermeister Swen Ennullat wandte sich an die Kritiker im Ausschuss: „Ja, es kostet mehr. Aber es geht hier nur um die Frage, wollen Sie das, oder wollen Sie das nicht.“

Abwanderung von Fachkräften droht

Er sieht keine andere Möglichkeit, die Personallücke zu schließen. „Wir haben gemacht, was wir konnten, und versuchen, jeden zu halten“, sagte er. Nach seiner Überzeugung wird Königs Wusterhausen beim Wettbewerb um Fachkräfte das Nachsehen haben, wenn die Verbeamtung der Feuerwehrleute nicht kommt. Sie würden dann nach Berlin oder andere Brandenburger Kommunen abwandern, die Beamten-Stellen anbieten.

Auf Nachfragen von Stadtverordneten räumte er ein, dass es nicht bei den 17 Beamtenstellen bleiben werde. Er geht davon aus, dass langfristig alle hauptamtlichen Feuerwehrleute Beamte seien werden. Die SVV entscheidet am 11. Februar über die Vorlage.

Von Frank Pawlowski

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