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Königs Wusterhausen 21 Kitaplätze können nicht vergeben werden
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19:23 11.03.2019
In Königs Wusterhausen gibt es wenige freie Kitaplätze, die aber nicht besetzt werden können. Quelle: Monika Skolimowska/dpa
Königs Wusterhausen

Es bleibt vorerst dabei. In Königs Wusterhausen müssen viele Kinder auf einen Platz im Kindergarten warten. Bis August werden keine neuen Plätze zur Verfügung stehen, wie die zuständige Fachbereichsleiterin Ria von Schrötter jüngst im Sozial- und Bildungsausschuss der SVV informierte.

Da ist es doppelt bitter für betroffene Eltern, dass die wenigen freien Plätze, die es in der Stadt noch gibt, nicht besetzt werden können.Laut von Schrötter kann ein freier Träger 21 Kitaplätze nicht zur Verfügung stellen, weil Erzieherinnen fehlen. „Freie Träger haben Probleme mit dem Personal, das trifft uns auch als Stadt“, sagte von Schrötter im Ausschuss.

In den kommunalen Kitas sind hingegen keine Personalprobleme zu beklagen. Laut von Schrötter gibt es derzeit sogar einen Überhang von fünf Stellen. „Das ist ein Puffer für Notsituationen“, sagte sie. „Wir haben eine gute Personaldecke.“ Erfolgreich war bisher die Suche nach neuen Erziehern für die zusätzlichen Kitaplätze, die in diesem Jahr entstehen sollen. Als erstes sollen im Sommer in der Puschkinstraße in Zeesen rund 80 Plätze zur Verfügung. Ein Gebäude der früheren Kita Spatzennest wird wieder reaktiviert, ein weiteres auf der anderen Straßenseite soll ebenfalls wieder zur Kita werden.

Auf die Ausschreibung haben sich viele Bewerber gemeldet. „Wir gehen sicher davon aus, dass wir alle Stellen besetzen werden“, sagte von Schrötter. In der Puschkinstraße würden zehn bis 12 Stellen benötigt. Davon hätten acht schon besetzt werden können. Dabei wird ein großer Schwung von Erziehern erst nach dem Ausbildungsende im Herbst auf dem Arbeitsmarkt erwartet.

Die alte Kita in der Puschkinstraße in Zeesen wird wieder reaktiviert, 80 Plätze soll es ab Sommer hier geben. Die zusätzlichen Erzieherstellen sind schon fast alle besetzt. Quelle: Frank Pawlowski

Nach Ansicht von Ria von Schrötter ist das aber kein Problem. Die neue Zeesener Kita werde die Kapazität schrittweise erreichen. Ein Grund für den großen Zulauf sieht von Schrötter darin, dass die Stadt als öffentlicher Dienst besonders attraktiv sei. „Ich sorge mich eher darum, dass wir genügend Plätze gebaut bekommen, nicht darum, dass wir genügend Fachkräfte haben werden.“ Sie kündigte die Aufnahme von sieben Auszubildenden an, die den Erzieherberuf berufsbegleitend erlernen.

Doch im Ausschuss wurden auch Zweifel laut. Vorsitzender Thorsten Kleis rechnete vor, dass die Stadt 45 bis 60 neue Erzieher brauchen werde, wenn sie wie vorgesehen 390 Kitaplätze schaffen will. Mit dem vorhandenen Personalüberhang und den Neueinstellungen sei man weit davon entfernt. „Ich fürchte, wir schaffen Plätze, die wir dann aber wegen fehlender Erzieher nicht belegen können“, sagte Kleis. Er forderte von Schrötter genaue Bewerberzahlen, „damit wir wissen, wie ernst die Lage ist“, wie er sagte.

Doch diese Zahlen konnte von Schrötter im Ausschuss nicht vorlegen, will sie aber nachreichen. Doch die würden Kleis die Sorgen nicht nehmen. „Wir können nicht 50 Erzieher einstellen. Wir suchen aktuell die Erzieher für 80 Kinder in Zeesen.“ Kämmerer Axel Böhm sagte im Ausschuss, im diesjährigen Haushalt seien 20 zusätzliche Stellen durch die SVV beschlossen worden. Für den Nachtragshaushalt werde ein weiterer bedarf geprüft.

Im August werden 500 Kitaplätze frei, weil Kinder in die Schule wechseln. Laut Ria von Schrötter können dann alle Anfragen bedient werden. Derzeit dürften mehr als 300 Kinder nicht versorgt sein. zu den 226 Kindern aus dem Vorjahr kommen monatlich durchschnittlich 33 weitere Anträge hinzu.

Von Frank Pawlowski

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