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Königs Wusterhausen Auf den Spuren des Mülls
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17:02 30.07.2018
Der SBAZV-Recyclinghof und die Abfallbehandlung des ZAB sind Nachbarn in Niederlehme. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Landtagsabgeordneter Benjamin Raschke (Bündnis 90/Grüne) begibt sich bei seiner Sommertour durch Brandenburg auf die Spuren des Mülls. Am Freitag machte er Station in Königs Wusterhausen. Ein Grund für seinen Besuch waren Gerüchte über den Bau einer Müllverbrennungsanlage im Ortsteil Niederlehme. Doch die erwiesen sich als unzutreffend.

Die Verbandsvorsteher Mario Kirch (l.) und Holger Riesner. Quelle: Frank Pawlowski

 Raschke hatte eigens um einen Termin beim Zweckverband Abfallbehandlung Nuthe-Spree (ZAB) gebeten, der seinen Sitz neben dem Recyclinghof des Abfallverbandes SBAZV in der Robert-Guthmann-Straße in Niederlehme hat. Der ZAB verarbeitet dort jährlich 130.000 Tonnen Restabfälle aus Oder-Spree, Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming zu Brennstoff.

Bisher nur interne Überlegungen

Ein Hauptabnehmer sind bisher Braunkohlekraftwerke. Doch die entfallen mit dem Ende der Kohleförderung. Deshalb schaut sich der ZAB bereits nach anderen Verwertungsmöglichkeiten um. Der Bau eines eigenen Kraftwerks für den so genannten Ersatzbrennstoff aus den Abfällen ist laut Verbandsvorsteher Mario Kirsch mit im Gespräch. Möglicher Standort ist ein Gelände neben dem Niederlehmer Sand- und Mörtelwerk. „Das sind bisher aber nur interne Überlegungen, es ist noch nichts entschieden.“

Der mögliche Standort für das Kraftwerk. Quelle: Frank Pawlowski

Der Verband prüft außerdem, ob stattdessen künftig andere Abnehmer für den Brennstoff in Frage kommen. Zum Jahresende soll es eine Grundsatzentscheidung geben. Bejaht wurde von SBAZV-Verbandsvorsteher Holger Riesner eine Frage von Raschke zu Plänen für eine neue Deponie. Sie soll sie in den Niederlehmer Kiesgruben errichtet werden. Vorgesehen ist die Ablagerung von Bauschutt. Der Planfeststellungsantrag werde in den kommenden Wochen eingereicht.

Gesprächsrunde am Freitag im ZAB-Beratungsraum. Quelle: Frank Pawlowski

An der Runde nahmen Einwohner und Kommunalpolitiker teil. Eingeladen wurde der Grünenpolitiker von Matthias Fischer aus dem Ortsbeirat Zernsdorf.

Von Frank Pawlowski

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