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Königs Wusterhausen Jubelgesänge für die Zeit im Advent
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16:05 02.12.2018
Sänger und Musiker hatten unter der Leitung von Christian Finke-Lange am Sonnabend viel Freude mit dem Weihnachtsoratorium. Quelle: Andrea Müller
Königs Wusterhausen

Der Kantatenchor Zeuthen, das Neue Barockorchester Berlin und vier Solisten stimmten am Sonnabendabend mit dem Weinachtsoratorium in der Königs Wusterhausener Kreuzkirche in die Advents- und Weihnachtszeit ein. Rund 80 Sänger und Musikanten wirkten mit; in der Kirche blieb kein Platz frei.

Wegen des schon gewohnten Publikumsandrangs war man sich zuvor einig geworden, das Weihnachtsoratorium nicht in der viel zu kleinen Martin-Luther-Kirche in Zeuthen aufzuführen, sondern in dem deutlich größeren Gotteshaus in Königs Wusterhausen. Mit großem Applaus für Chorleiter und Kreiskantor Christian Finke-Tange begann das Konzert mit jenem bekannten Jubelgesang: „Jauchzet, frohlocket...!“ Zu Bachs Zeiten – das Weihnachtsoratorium schrieb er Anfang des 18. Jahrhunderts – beendete es die Zeit der Buße und des Fastens. Heute ist das längst nicht mehr so. Was sich jedoch nicht geändert hat in all den Jahren ist die Stimmung, die dieses Werk nach in die Welt trägt. Heute läutet es sprichwörtlich mit den Jubelgesängen die Advents- und Weihnachtszeit ein. Die Geburt Christi ist nach wie vor für viele abseits des derzeitigen Konsumrauschs ein Fest und Grund zu großer Freude.

Quelle: Die Kreuzkirche in Königs Wusterhausen war am Sonnabend bis auf den letzten Platz gefüllt. Andrea Müller

Eine Geschichte von Freude und Schmerz

Der seit 1973 bestehende Kantatenchor hatte sich über Wochen auf diesen Abend vorbereitet. Manche von ihnen haben es am Sonnabend zum wiederholten Mal gesungen; andere mussten sich gezielt vorbereiten. Kantatenchor und Barockorchester harmonierten am Sonnabend in der Kreuzkirche wunderbar. Die vier Solisten –Georgia Tryfona (Sopran), Irene Schneider (Alt), Holger Marks (Tenor) und Tye Maurice Thomas (Bass) – erzählten mit ihren klangvollen Stimmen von der Geburt Christi, von Dank, von Sehnsucht, Erfüllung, aber auch von Bitten und Schmerz. Es ist die Musik, die ans Herz geht, aber es sind auch die Worte, die zur Seele dringen und für Seligkeit sorgen. Johann Sebastian Bach hat seine ganzen Emotionen in eine Fülle musikalischer Formen gepackt, und so können sie immer und immer wieder an die Menschen weiter gegeben werden.

Thomas Marks(Tenor) und Irene Schneider (Alt) bei ihren Soli beim Weihnachtsoratorium in der Kreuzkirche. Quelle: Andrea Müller

Frenetischer Beifall

Die Zuschauer feierten Chor, Musiker und Solisten mit tosendem Applaus. Manche hielt es nicht auf den Plätzen. Christian Finke-Tange dankte dem Publikum und wünschte auch trotz der besorgniserregenden Ereignisse in der Welt eine schöne Adventszeit. „Die Welt ist trotzdem gesegnet“, gab er den Menschen mit auf den Nachhauseweg. Viele von ihnen fanden sich noch vor der Kreuzkirche zusammen, um mit den Sängern und Musikern die Freude über das Konzert zu teilen.

Von Andrea Müller

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