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Königs Wusterhausen Wiedersehen nach fünf Jahrzehnten
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10:41 27.09.2018
Das Blättern in der Schulchronik weckte Erinnerungen an die lange zurückliegende Schulzeit. Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass die rund 100 Schüler des Jahrgangs 1968 der Erweiterten Oberschule (EOS) in Königs Wusterhausen ihre Abiturzeugnisse in den Händen hielten. Am Dienstag war es an der Zeit, sich wieder einmal zu treffen. Rund 40 ehemalige Schüler hatten den Weg nach Königs Wusterhausen gefunden. Treffpunkt war die Grundschule Erich Kästner, das damalige Domizil der EOS.

Gespannt standen sie vor der Schule, in der sie vor 50 Jahren das Abitur abgelegt hatten. „Da kommt Uli, ja dem Gang nach könnte er es sein“, sagte jemand – und hatte recht. „Und wer bist Du?“, wurde der nächste Neuankömmling gefragt, denn nicht jeder war nach so langer Zeit gleich wieder zu erkennen. Als kleine Nachhilfe dienten Klassenfotos von damals. „Komisch bei so einem Klassentreffen ist, dass man so viele alte Leute trifft“, sagte Hans-Ulrich Schrader – eben jener Uli – schmunzelnd.

Grundschüler führen durchs Gebäude

Mitglieder der AG Chronik führten die ehemaligen Schüler durch die Schule. Spannend war für sie die „Schulstunde“, in der sie erfuhren, dass heute nicht mehr nur mit Kreide an die Tafel geschrieben wird, sondern es mittlerweile elektronische Tafel gibt.

Viel erinnere nicht mehr an früher, stellte man fest. Aber es sei beeindruckend, was aus der ehemaligen EOS geworden ist. „Wir haben uns gefreut, hier sein zu dürfen“, bedankte sich Tilo Rosenkranz im Namen aller. Man sei zwar inzwischen 50 Jahre raus aus der Schule und ein bisschen älter geworden, aber man kehre nach so langer Zeit gerne dahin zurück, wo man eine spannende Zeit erlebt habe. Tilo Rosenkranz überreichte sein Buch „Aus Wut Lehrer geworden“. Darin sind auch einige Episoden aus seiner Schulzeit in Königs Wusterhausen nachzulesen.

Langer Abend im Wirtshaus

Nach der Schule ging es in „Hoenckes Altes Wirtshaus“. Bis weit in die Nacht saß man zusammen und schwelgte in Erinnerungen. Es war wohl eine bewegte Zeit, die die „68er aus KW“ erlebten. Neben dem Abitur absolvierte man eine Berufsausbildung und war dann nicht nur Abiturient, sondern auch gleich noch Schlosser, Tischler, Maurer, Funkmechaniker oder Landwirt. „Ich hab damals Maurer gelernt und das hat mit meinen Lebensweg geebnet“, sagte Detlef Erler, der dann auch nach dem Studium immer beim Bau geblieben ist. „Es war schon ein großes Pfund, neben dem Abitur einen Beruf zu lernen“, ergänzte Tilo Rosenkranz.

Die weiteste Anreise hatte Dagmar Duda. Sie lebt seit 1975 in Ostrava in Tschechien. „Der Weg hat sich gelohnt. Es ist doch immer wieder schön, die alten Freunde zu treffen“, sagte sie. Aus der Nähe von Ulm kam Inge Stöpel angereist. Sie erinnerte sich, dass der Zusammenhalt in der Schule immer gut war. „Beim Treffen heute kommen wieder viele alte Geschichten hoch“, sagte sie.

Von Gerlinde Irmscher

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