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Königs Wusterhausen Wie ein Sitzungsort zum Politikum wurde
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18:11 12.03.2019
Ausschussvorsitzender Thorsten Kleis. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Die Flüchtlingsunterkunft in Körbiskrug war Tagungsort für den Sozialausschuss des Königs Wusterhausener Stadtrates. Ausschussvorsitzender Thorsten Kleis (Linksfraktion) behauptet, Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) habe verhindern wollen, dass der Ausschuss dort tagt. Doch der weist den Vorwurf vehement zurück.

Kleis hatte den Sitzungsort angemeldet, die Stadtverwaltung sollte die Einladungen verschicken. Was dann passierte, schilderte er so: Bürgermeister und Stadtbrandmeister hätten sich plötzlich im Heim angemeldet, um sich alles anzuschauen. Es habe Telefonate und Rückfragen gegeben sowie eine Mail des Bürgermeisters an den Heimbetreiber, bei dem Kleis angestellt ist. „Das ist ein unredliches Mittel von Mobbing, meinen Arbeitgeber anzusprechen“, sagte Kleis im Ausschuss. Er sieht sich außerdem in seiner Mandatsausübung behindert. Als Ausschussvorsitzender bestimme er den Tagungsort.

Swen Ennullat weist die Anschuldigungen zurück. „Ich verstehe die Aufregung nicht“, sagte er. Niemand habe die Örtlichkeit gekannt. Deshalb seien Rettungswege und Toiletten überprüft worden. Eine Zustimmung des Landkreises als Eigentümer habe ebenfalls noch nicht vorgelegen. „Ich wollte keinen Fehler machen“, so Ennullat. Er habe es unglücklich gefunden, in einer Asylunterkunft zu tagen. Der Kontrollbesuch habe nur wenige Minuten gedauert. Nachdem alles geklärt war, konnten die Einladungen rausgeschickt werden. Ennullat bestreitet, sich wegen Kleis an dessen Arbeitgeber gewandt zu haben.

Das frühere Ferienlager in Körbiskrug ist eine Flüchtlingsunterkunft für 140 Menschen, derzeit sind dort 85 Flüchtlinge untergebracht.

Von Frank Pawlowski

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