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Königs Wusterhausen Wer steckt hinter den Liebesbotschaften am Straßenrand?
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00:24 26.10.2018
Neue Liebeszeichen am Straßenrand zwischen Niederlehme und Wildau. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

 Bunte Herzen aus Papier am Straßenrand sorgten vor einigen Wochen für Aufsehen. Jetzt sind sie wieder da. Diesmal hingen sie einige Tage lang an der Landesstraße L30 zwischen Niederlehme und Wildau, die parallel zur Autobahn verläuft. Am Dienstag wurden sie im Auftrag des Landesbetriebs für Straßenwesen entfernt.

Im Vorbeifahren kaum zu entziffern, aus der Nähe schon: Vergiss ... Quelle: Frank Pawlowski

Die Herzen wurden an den Leitpfosten angebracht und sind diesmal beschriftet gewesen. „Du gibst mir Kraft“ ist zum Beispiel zu lesen. Die Wörter sind auf mehrere Herzen verteilt. „Gemeinsam“ und „Liebe“ sind ebenfalls zu erkennen. Allerdings war es am Montag schwierig, die komplette Botschaft im Vorbeifahren zu entziffern. Es regnete, einige Papierherzen waren schon umgeknickt. Bei manchen war die Schrift nicht mehr zu erkennen.

Schon einmal gab es einen fortlaufenden Spruch

Doch bei der ersten Herzen-Aktion im Juli zwischen Wildau und Schenkendorf gab es schon einmal eine schriftliche Botschaft, wie eine Schulzendorferin jetzt berichtete. Sie hat sich den fortlaufenden Spruch notiert: „Egal wie stark ich bin, Du wirst immer meine Schwäche bleiben. Du bist das Funkeln in meinen Augen der Beat in meinem Herzen Du bist meine kleine perfekte Welt Unsere Herzen wurden eins ohne dich stirbt meins."

... nie ... Quelle: Frank Pawlowski

Auch diesmal war sofort klar, dass hier jemand eine große Liebeserklärung macht. Kurz vor dem Wildauer Ortsschild steht auf den letzten Pfosten: „Vergiss nie, ich liebe dich“. Ob der Adressat oder die Adressatin das gesehen hat? Und ob er oder sie weiß, von wem sie kommt? Der Urheber oder die Urheberin der Aktion ist noch unbekannt. Allerdings ist ungewiss, ob er oder sie diesmal überhaupt dahinter steckt.

... Ich ... Quelle: Frank Pawlowski

Denn in einem anonymen Brief an die MAZ hatte der Urheber angekündigt, dass nach der dritten Aktion Schluss sei. Es hingen schon Herzen, Blumen und Smileys aus Papier an Straßen zwischen Wildau und Königs Wusterhausen. Die lachenden Gesichter wären demnach der Abschluss der Aktion gewesen. Hat sich „das Strolch“, wie der Brief unterschrieben ist, doch entschlossen, weiter zu machen?

... liebe ... Quelle: Frank Pawlowski

„Das Strolch“ wollte „das eine Herz“ erreichen, wie es in dem Brief heißt. „Es ist Liebe.“ Damit war ein großes Geheimnis gelüftet worden. Denn es wurde auch vermutet, dass es sich um eine Schnitzeljagd gehandelt haben könnte.

„Liebe MAZ. Eigentlich wollte ich nur ein einziges Herz erreichen.“ Anonymer Brief des Verfassers/der Verfasserin der Liebesbotschaften an Straßenrändern in Königs Wusterhausen. Quelle: Frank Pawlowski

Aber hat es mit den drei Aktionen doch noch nicht geklappt, das eine Herz zu erobern? Ist deshalb jetzt auf den Herzen zu lesen, was ihn oder sie bewegt? Es kann ebenso gut sein, dass hier ein Nachahmer am Werk ist. Dafür würde der neue Ort sprechen, an dem die Herzen jetzt platziert wurden. Außerdem die andere Machart. Bisher war der Papierschmuck stets unbeschriftet.

... Dich. Dieses Herz ist schon leicht beschädigt. Quelle: Frank Pawlowski

Die Aktion wirft viele Fragen auf. Sie berührte aber zugleich schon viele Herzen. Das Echo auf die Herzen, Blumen und Smileys war durchweg positiv. Im Internet berichteten Nutzer, wie Kinder sich darüber freuten. Es wurde auch gelobt, dass Menschen zum Lachen gebracht wurden. Der Schmuck am Straßenrand wurde einfach als gelungene Abwechslung im tristen Alltag empfunden. In dem Brief an die MAZ stellte „das Strolch“ klar, dass der Schmuck „ordnungsgemäß wieder eingesammelt“ wurde, „samt Klebestreifen“.

Tatsächlich waren die Liebesbotschaften bisher stets nach einigen Tagen verschwunden.

Von Frank Pawlowski

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