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Königs Wusterhausen Afghanen entlastet - Rechte wollen trotzdem demonstrieren
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00:23 06.12.2018
Der angebliche Tatort: Die Vergewaltigungsvorwürfe gegen zwei Afghanen in Königs Wusterhausen haben sich nicht erhärtet. Quelle: Hannah Rüdiger
Königs Wusterhausen

Der Missbrauchsfall von Königs Wusterhausen hat offenbar gar nicht stattgefunden. Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat am Montagmittag mitgeteilt, dass die Vergewaltigungsvorwürfe entkräftet seien. Ein dringender Tatverdacht gegen die beiden Verdächtigen sei nicht mehr gegeben. Sie hat beim Amtsgericht die Aufhebung des Haftbefehls gegen den vermeintlichen Hauptverdächtigen beantragt und geht davon aus, dass das Amtsgericht diesem Antrag folgen wird.

Ermittlungen entlasten Verdächtige

Über das Wochenende habe die Polizei den zweiten Tatverdächtigen ermittelt sowie Zeugen und das vermeintliche Opfer befragt. Dabei konnte die 15-Jährige den zweiten Verdächtigen auf Fotos nicht identifizieren, obwohl sie ihn angeblich persönlich kennt. Dieser bestritt die Tat zudem. Auch die gehörten Zeugen hätten die Vorwürfe nicht bestätigt, so die Staatsanwaltschaft. Darüber hinaus habe auch die Spurenauswertung den Tatverdacht nicht erhärtet – im Gegenteil: Dies habe die Verdächtigen entlastet. Die Polizei ermittelt allerdings weiter.

Drei Demonstrationen geplant

Die Stadt Königs Wusterhausen bereitet sich dennoch auf drei Demonstrationen vor.

Die erste Demonstration wurde von der Gruppierung „Zukunft Heimat“ angemeldet. Sie soll gegen 16.30 Uhr am Rathaus beginnen, wo eine halbe Stunde später die Stadtverordneten tagen.

Gegen 18 Uhr startet dann am Bahnhof die zweite Demonstration. Sie wurde von einer bislang unbekannten Privatperson angemeldet, nach Polizeiinformationen einer Person, die dem politisch rechten Lager zuzuordnen ist. Motto der Kundgebung ist: „Schaut nicht weg, wehrt euch“. Der Aufruf richtet sich gegen die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin.

Gleichzeitig wird, ebenfalls in Bahnhofsnähe, eine Gegendemonstration stattfinden. Anmelder dieser Demonstration ist die neue Linksjugend.

Nach Polizeiangaben rechnen die Anmelder jeweils mit rund 100 Teilnehmern. „Wir gehen davon aus, dass die Demonstrationen friedlich verlaufen“, so ein Sprecher.

MAZonline berichtet mit einem Liveticker von den Demonstrationen.

Von MAZ-online

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