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Königs Wusterhausen Gibt es einen Trittbrettfahrer für Liebesbotschaften?
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00:29 02.11.2018
Die jüngste Liebssbotschaft stammt nicht von „Strolch“. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

„Vergiss nie, ich liebe dich“. Die jüngsten Liebesbotschaften an der Landesstraße L30 zwischen Niederlehme und Wildau berührten wieder viele Menschen. Die beschrifteten Herzen aus Papier hingen einige Tage an den Leitpfosten, wurden vor einer Woche entfernt.

Liebes-Blume. Im Blumenkorso in Wildau begann die Spur der Papierblumen, sie führte vom Blumenkorso in Wildau bis in die Heinrich-von-Kleist-Straße in Königs Wusterhausen. Zuvor hingen Herzen. Quelle: Frank Pawlowski

Wer dahinter steckt, ist weiter rätselhaft. Aber eine Frage scheint jetzt geklärt zu sein. Diese Botschaft stammt offenbar nicht vom Urheber der ersten drei Aktionen mit den Herzen, Blumen und Smileys – von „Strolch“. So war jedenfalls vor einigen Wochen der anonyme Brief an die MAZ unterschrieben, in der sich der Verfasser oder die Verfasserin zu der Aktion bekennt. „Eigentlich wollte ich nur ein Herz erreichen“, heißt es in dem Brief.

„Strolch“-Nachricht für die MAZ

Nach dem MAZ-Bericht über die neuen Herzen an der Landesstraße meldete sich „Strolch“ nun noch einmal zu Wort, diesmal mit einer SMS: „Die neue Aktion ist nicht vom Strolch“. Er oder sie wünsche „aber viel Glück, das Herz erreicht zu haben“. Ein weiterer anonymer Hinweis bestätigt das. „Es muss ein(e) Nachahmer(in) gewesen sein“, heißt es in der Mail. Der Autor oder die Autorin behauptet, zu wissen, wer „Strolch“ ist. „Die Handschrift sowie die Formulierung in dem Brief konnte ich eindeutig einer Person zuordnen.“ Die Strecke an der Landesstraße komme „für diese Person, die eine andere Person damit ansprechen wollte, nicht in Frage“.

Die Smileys waren das dritte und letzte Liebeszeichen von „Strolch“. Quelle: Frank Pawlowski

Aber vielleicht offenbart sich „Strolch“ doch noch eines Tages. „Ich möchte unerkannt bleiben, zumindest, solange bis mich das eine Herz erhört“, schrieb „Strolch“ in dem Brief. Das scheint noch nicht geklappt zu haben.

Von Frank Pawlowski

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