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Königs Wusterhausen Neue Skulpturen am Tiergarten-Wanderweg
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15:31 06.12.2018
Holzskulpturen an Wanderwegen im Tiergarten Königs Wusterhausen Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Da steht er nun, links neben der Storkower Straße kurz vor Senzig. Ein Mann wie ein Baum, freundlich lächelnd unter seinem großen Hut. Über dem rechten Arm hängt ein Netz, in den Händen hält er einen Fisch. Die Skulptur wurde am Donnerstagvormittag aufgestellt. Sie ist die neueste Attraktion am Wanderweg durch den Tiergarten.

Am Tiergarten-Wanderweg in Königs Wusterhausen wurden zwei neue Skulpturen aus Holz aufgestellt. Sie haben etwas mit der Heimatgeschichte zu tun. Ein Fischer und ein Mann mit Kahn stehen am Wegesrand.

Kettensägenschnitzer Roland Karl aus Dobra bei Bad Liebenwerda hat die Figur im Auftrag der Stadt Königs Wusterhausen erschaffen. Er schnitzte den Fischer aus einem Eichenstamm. Dazu gehört noch ein Pfahl mit einem Schild, auf dem der Ortsname Senzig eingraviert ist. Das Kunstwerk ist ein Hingucker. Einige Passanten bestaunten und lobten es schon. Ganz besonders strahlte am Donnerstag Hans Rentmeister. Der 78-Jährige und seine Frau Christiane sind ehrenamtliche Wanderwegewarte der Stadt.

Heimatgeschichte am Wegesrand

Vor einigen Jahren hatte er die Idee mit den Skulpturen. „Wir wollen Qualität in die Wanderwege bringen und gleichzeitig Heimatgeschichte vermitteln“, sagt er. Die Fischerei hat in der seenreichen Gegend eine lange Tradition. Dafür steht der Senziger Fischer. Unweit davon am Fanggraben wurde am Donnerstag eine weitere, zweiteilige Skulptur von Roland Karl aufgestellt. Es ist ein Mann mit einem Kahn. Der Fanggraben war einst eine Art Handelsstraße, über die Waren mit Kähnen transportiert wurden.

Rainer Fricke (l. und Hans Rentmeister am Donnerstag im Tiergarten. Quelle: Frank Pawlowski

Am knapp sieben Kilometer langen Tiergarten-Rundweg, laut Hans Rentmeister der meist genutzte Weg in der Stadt, stehen schon zwei Skultuptern. Sie stellen ebenfalls Königs Wusterhausener Geschichte dar. Im Kirchsteig sind ein Langer Kerl, Bauern und eine Kirche zu sehen. Ende des 17. Jahrhunderts mussten die Bewohner der umliegenden Dörfer auf Geheiß des Kurfürsten und späteren Prußenkönigs Friedrich in die neu erbaute Kreuzkirche in Königs Wusterhausen gehen. Soldaten kontrollierten das.

Ein königlicher Jäger

Etwas versteckt am Rand der Streuobstwiese steht ein königlicher Jäger mit einer Wildschweinrotte. Das soll daran erinnern, dass der Tiergarten einst ein königliches Jagdgebiet war. Auf kleinen Tafeln, die beiden neue Skulpturen bekommen sie noch, können Wanderer all das nachlesen. Beim Aufbau des Kahnfahrers am Donnerstag war auch Rainer Fricke mit dabei. Dem Zernsdorfer ist es maßgeblich mit zu verdanken, dass die Idee mit den Skulpturen umgesetzt wird. „Es ist immer eine Freude, wenn einen die Leute darauf ansprechen. Alle sind bisher begeistert“, sagte er.

Zwei neue Skulpturen für den Wegesrand sind schon in Planung. Einzelheiten verrät Rainer Fricke nicht, nur so viel: Sie haben es etwas mit dem legendären Tabakskollegium des Soldatenkönigs und mit der früheren Fasanerie im Tiergarten zu tun.

Von Frank Pawlowski

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