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Königs Wusterhausen Neue Standortsuche für Schulneubau in Senzig
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06:23 06.12.2018
Die Senziger Grundschule in der Lindenstraße. Ein Schulneubau soll jetzt auch für diesen Standort geprüft werden. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Wann und wo in Senzig eine neue Grundschule gebaut wird, ist wieder völlig offen. Die Königs Wusterhausener Stadtverordneten haben am Dienstag mit großer Mehrheit ihren Beschluss vom Sommer aufgehoben, die Grundschule in der Ringstraße zu bauen. Doch sie ist damit noch nicht aus dem Rennen.

In der Ringstraße sollte Grundschule laut SVV-Beschluss vom Sommer gebaut werden. Dieser Beschluss wurde wieder aufgehoben. Der Neubau hier soll nochmals geprüft werden. Quelle: Frank Pawlowski

Laut dem neuen Beschluss soll nun die Machbarkeit an drei Standorten überprüft werden. Neben der Ringstraße sind das der Bullenberg und der derzeitige Schulstandort in der Lindenstraße. Die Vorgabe ist, dass ein Campus mit zweizügiger Grundschule, Mensa, Hort, moderner Turnhalle, sowie ausreichenden Freiflächen errichtet werden kann. Außerdem sollen der Jugendklub in der Ringstraße sowie der Spiel- und Bolzplatz dort erhalten bleiben.

Forderung nach zukunftssicherer Lösung

Für die Fraktionen SPD/WfKW und CDU kommt unter diesen Bedingungen nur der Bullenberg an der Chausseestraße für den Schulneubau in Frage. Nach ihrer Ansicht sei das die „zukunftssichere Lösung“ für Senzig. Die neue Schule an der Ortsdurchfahrt könne außerdem ein Senziger Wahrzeichen werden. Die beiden Fraktionen hatten deshalb die neue Standortsuche beantragt, ohne den Bullenberg konkret zu benennen. Auf Antrag der Linken wird die Suche nun auf die drei Standorte begrenzt.

Der Bullenberg an der Chausseestraße ist der Favorit einer SVV-Mehrheit. Quelle: Frank Pawlowski

Bei der Entscheidung spielten auch die mehr als 1000 Unterschriften eine Rolle, die in Senzig gegen den Schulneubau in der Ringstraße gesammelt wurden. CDU-Fraktionschef Peter Dreher verwies außerdem darauf, dass sich „alle beteiligte im Ort ganz klar für den Bullenberg“ ausgesprochen hätten. Die SVV hatte ihn vor zwei Jahren schon einmal als neuen Schulstandort beschlossen, es gibt sogar schon einen Architektenentwurf für den Neubau.

Hin und Her bei der Standortfrage

Doch wegen ungeklärter Fragen hob die SVV in diesem Sommer den Beschluss auf und votierte mehrheitlich für die Ringstraße. Diesen Standort hat damals wie heute die Stadtverwaltung vorgeschlagen. Sie glaubt nicht, dass es für den Schulneubau am Bullenberg, der im Landschaftsschutzgebiet liegt, eine Ausnahmegenehmigung geben wird. Außerdem sei der Bau in der Ringstraße wirtschaftlicher. SPD/WfKW und CDU halten den Neubau am Bullenberg hingegen für möglich, wenn der Schulcampus anderswo nicht gebaut werden kann. „Wir sehen die Ringstraße nicht als zumutbare Alternative“, sagte Fraktionschef Ludwig Scheetz (SPD).

Folgen für die Schüler

Für die Senziger Grundschüler bedeutet das Tauziehen, das sie weiter unter provisorischen Bedingungen unterrichtet werden. Der Platz im Schulgebäude reicht nicht mehr aus. Schon jetzt sind deshalb Klassen in Containern untergebracht. Das soll nun auch über 2021 hinaus der Fall sein. Der Bürgermeister soll dafür bis zum Februar ein Konzept vorlegen.

Übergangslösung in Königs Wusterhausen?

FDP-Fraktionschef Raimund Tomczak wies im Stadtrat darauf hin, dass einige Senziger Grundschüler künftig auch in Königs Wusterhausen zur Schule gehen könnten. Durch die Zusammenlegung der beiden Oberschulen im kommenden Schuljahr wird das Gebäude der Bredow-Schule frei. „Eine Beschulung dort wäre möglich“, sagte er.

Ungewisser Zeitplan

Ursprünglich sollte der Schulneubau in Senzig im Februar 2022 fertig sein. Die Verwaltung hatte diesen Termin sowohl für die Ringstraße als auch für den Bullenberg genannt. Welchen Einfluss die neue Standortsuche auf den Zeitplan hat, ist ungewiss. „Die Probleme sind mit dem Beschuss nicht gelöst. Das ist jetzt ein langer Schritt, aber das wird doch ein langer Weg werden“, sagte Stadtverordneter Stefan Ludwig (Linke) in der SVV.

Von Frank Pawlowski

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