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Königs Wusterhausen Das hat es mit den Papierblumen auf sich
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00:17 14.08.2018
In der Heinrich-von-Kleist-Straße endet die Spur der Blumen. Oder dort beginnt sie. Quelle: Frank Pawlowski
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Königs Wusterhausen

Unbekannte haben Ampeln und Verkehrsschilder in der Region mit bunten Papierblumen dekoriert. Zuvor waren es kleine Herzen. Ich folge einer Spur von Wildau bis ins Neubaugebiet nach Königs Wusterhausen.

Das passt. Im Blumenkorso in Wildau baumelt an einem Vorfahrtsschild eine kleine blaue Papierblume. Beginnt hier eine Schnitzeljagd? Ist das Kunst? Oder doch ein Wegweiser? Auf gut Glück fahre ich nach links auf die Miersdorfer Straße. Richtige Entscheidung! An der Ampelkreuzung in der Dorfaue hängt wieder eine Blume, am Kreisverkehr vor dem A10-Center steht die nächste. Ab hier ist der Weg besser dekoriert, meistens an Ampeln.

Es ist wie eine Schnitzeljagd. Reporter Frank Pawlowski ist den Papierblumen von Wildau bis nach Königs Wusterhause gefolgt.

Ich fahre vorbei am Königspark und überquere die Chausseestraße in Deutsch Wusterhausen. Wieder bin ich richtig, wie das geschmückte Tempo-80-Schild und das Ortsschild auf der Umgehungsstraße nach Zeesen zeigen. An der nächsten dekorierten Ampel fahre ich rechts ab, komme zum Kreisverkehr kurz vor Schenkendorf. Eine Blume am gelben Pfeilwegweiser weist nach Königs Wusterhausen.

An der Autobahnzufahrt geht es links zum Königspark. Quelle: Frank Pawlowski

Unter dem Ortseingangsschild und unweit davon an der Ampel-Kreuzung vor der Aral-Tankstelle sehe ich die nächsten Blumen. Schräg gegenüber an der Ecke Heinrich-von-Kleist-Straße hängt ebenfalls eine. Also biege ich links in die Kleiststraße ab. An der Ecke Rosa-Luxemburg-Straße endet schließlich abrupt die Spur der Blumen. Ich drehe noch eine Runde im Kiez, entdecke aber keine mehr.

An der Königspark-Kreuzung vor der Tankstelle. Quelle: Frank Pawlowski

Passanten können sich nicht an eine große Gesellschaft erinnern, die den Herzen oder Blumen folgte. Einer Mitarbeiterin im Atlantis-Fitness-Studio ist der Schmuck aber sofort aufgefallen. „Das ist ein tolle Idee! Vor kurzem hing da noch ein Herz. Vielleicht ist hier das Herz von Königs Wusterhausen“, sagte sie.

Folge der Blume: Abfahrt auf der Umgehungsstraße. Quelle: Frank Pawlowski

Auch auf Facebook ist das Echo fast durchweg positiv, hier tauchten erstmals Herz-Bilder auf. Sogar in Pätz wurden Papierherzen gesichtet. Andere Nutzer sahen sie in Spandau und an der Heerstraße in Berlin. Jemand berichtete von der gleichen Aktion in Österreich. Eine Schnitzeljagd oder, wie von vielen vermutet, Grüße an ein Hochzeitspaar, sind damit unwahrscheinlich.

Viele Nutzer wunderten sich, freuten sich aber über die „zauberhafte Aktion“, wie es in einem Eintrag hieß. „Sie sind überall. Ich finde es einfach nur schön. Meine Töchter lieben es“, schrieb beispielsweise Jennifer Lehmann. Doch nicht alle sind begeistert. „Hoffentlich werden die auch wieder abgesammelt und im eigenen Hausmüll entsorgt“, schrieb jemand.

An der Ecke Luckwenwalder/Heinrich-von-Kleiststraße, die vorletzte Blume. Quelle: Frank Pawlowski

Die Herzen sind offenbar ordnungsgemäß entsorgt worden. Wer weiß, was nach den Blumen noch alles kommt.

Von Frank Pawlowski

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