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Königs Wusterhausen Tauziehen um den Schulneubau
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11:48 28.06.2018
An der Ringstraße statt am Bullenberg soll nach dem Vorschlag des Bürgermeisters der neue Schulcamopus entstehen. Quelle: Frank Pawlowski
Senzig

Im Streit um den Schulneubau im Ortsteil Senzig gibt es zwischen der Königs Wusterhausener Stadtverwaltung und einer Mehrheit der Stadtverordneten keine Annäherung. Der Vorschlag der Verwaltung, die Grundschule in der Ringstraße statt wie geplant am Bullenberg zu bauen, ist im Ortsbeirat und in fünf Ausschüssen des Stadtrates abgelehnt worden. Das letzte Wort hat die SVV am 9. Juli. Die MAZ fasst die wichtigsten Fakten zusammen.

Der Bullenberg an der Chausseestraße, hier soll nach alktueller Beschlusslage die Grundschule gebaut werden. Quelle: Frank Pawlowski

Noch gilt der Beschluss von 2016

Noch gilt ein Beschluss vom Oktober 2016, die Grundschule am Bullenberg an der Chausseestraße zu bauen. Diesen Beschluss soll die SVV nun aufheben und die Ringstraße als neuen Standort beschließen. Nur er kommt aus Sicht des Rathauses „nach Abwägung aller bekannten Risiken“ für den Schulneubau in Frage.

Vor- und Nachteile des Bullenbergs

In einem Variantenvergleich waren die Vor- und Nachteile gegenüberstellt worden. Für den Bullenberg sprechen die Schaffung eines Schulcampus, die zentrale Lage im Ort und ein vorliegender Architektenentwurf. Außerdem könnten Jugendklub und Bolzplatz in der Ringstraße weiter genutzt werden, die Sporthalle könnte zum Bürgerhaus werden. Gegen den Bullenberg Grundstücksfragen, Landschaftsschutzbelange, die den Bau verzögern und sogar verhindern könnten, sowie die Kosten. Der Neubau am Bullenberg kosten 14 Millionen Euro.

Die Grundschule in der Lindenstraße ist zu klein. Es wurden schon Container mit zusätzlichen Klassenräumen aufegstellt, weitere sollen folgen. Quelle: Frank Pawlowski

Vor- und Nachteile der Ringstraße

Als Vorteile der Ringstraße gelten die verkehrsberuhigte Lage, die vorhandene Sporthalle, die Grundstücke im städtischen Eigentum und ein vergleichsweise geringer Eingriff ins Landschaftsschutzgebiet. Die neue Schule dort könnte im ersten Quartal 2022 in Betrieb genommen werden. Nachteilig ist der fehlende B-Plan, die zu kleine Sporthalle, die eingeschränkte Nutzung der Freiflächen während der Bauphase sowie die Verkehrsführung im Wohngebiet. Der Neubau kostet elf Millionen Euro.

Container als Übergangslösung

Die jetzige Grundschule in der Lindenstraße ist zu klein. Es wurden schon Container aufgestellt, weitere sollen folgen. Allerdings wird das nicht mehr zum neuen Schuljahr klappen. Für eine der beiden neuen ersten Klassen muss deshalb noch ein Raum gefunden werden. Die Container dienen als Übergangslösung bis zur Fertigstellung des Neubaus.

Senziger Eltern und Kinder demonstrieren Anfang Juni vor dem Rathaus KW für mehr Räume in ihrer Grundschule und fordern die Aufstellung neuer Container. Quelle: Frank Pawlowski

Jugendklub und Bürgerzentrum

Falls in der Ringstraße gebaut wird, muss der Jugendclub weichen. Er soll in die Lindenstraße ziehen, wo die Schule für eine Million Euro zum Bürgerzentrum und Veranstaltungsort umgebaut wird. Die Sporthalle in der Ringstraße wird in den Schulneubau integriert.

Bürgermeister: Standort überdenken

Bürgermeister Swen Ennullat teilte am Mittwoch mit: „Es gibt schlagkräftige Argumente, die Standortfrage für die Grundschule Senzig noch einmal zu überdenken. Ziel ist es, so schnell wie möglich mit dem Bau eines modernen, zukunftsträchtigen Schulneubaus zu beginnen.“

Prognose zu Schülerzahlen

Laut Prognose der Stadt werden in Senzig bis zum Schuljahr 2023/24 jährlich zwischen 29 und 35 Kinder eingeschult. Die Anzahl der Klassen steigt von zehn auf zwölf.

Von Frank Pawlowski

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