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Königs Wusterhausen Entscheidung zum Königspark
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07:30 30.11.2018
Andreas Graf, Senol Ince und Dogu Yilmaz (v.l.) im Berliner Solwo-Büro vor den Plänen für den Königspark. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

 Als Gewerbegebiet liegt der Königspark an der Bundesstraße B 179 seit mehr als 25 Jahren weitgehend brach. Stadtpolitiker streben daher nun einen Kurswechsel bei der Entwicklung des rund 60 Hektar großen Geländes an. Künftig soll dort Wohnungsbau möglich sein. Im Stadtrat am 3. Dezember sollen dafür die Weichen gestellt werden. Doch das Vorhaben ist umstritten.

Entwurf für die Bebauung des Königsparks in Königs Wusterhausen. Quelle: Trialog concept

„Zukunft des Königsparks“ nennt die Fraktion SPD/Wir für KW ihren Antrag zur Umwandlung der Gewerbefläche in ein Wohn- und Mischgebiet. Art und Umfang einer künftigen Wohnbebauung sollen erst später festgelegt, der Bedarf an Kitas, Schulen oder Sportangeboten noch ermittelt werden. Einwohner sollen frühzeitig beteiligt werden und die Planungen mitgestalten können.

Investor Solwo steht bereit

Mit der Solwo Königspark GmbH steht ein Investor schon bereit. Der Berliner Immobilienentwickler hält den Bau von bis zu 3500 Wohnungen in den kommenden zehn Jahren für möglich. „Das ist ein Modell. Wir schaffen keine vollendeten Tatsachen. Jeder, der sich einbringen möchte, kann das tun“, sagt Geschäftsführer Senol Ince. „Wir wollen keinesfalls eine Schlafstadt errichten. Das bleibt unser Versprechen.“

Hinter dem Supermarkt an der B 179 sollen die ersten knapp 300 Wohnungen und eine Kita gebaut werden. Dieser bereich des Königsparks ist schon als Wohngebiet ausgewiesen. Quelle: Frank Pawlowski

Zuerst sollen im südlichen Teil des Königsparks knapp 300 Wohnungen für Studenten der Finanzhochschule sowie für Senioren und Familien entstehen. Die Berliner Wohnungsbaugesellschaft Gewobag will sie bauen, verspricht eine Nettokaltmiete von acht und neun Euro pro Quadratmeter. Eine Kita ist ebenfalls geplant. Allerdings wurde der Baustart wiederholt verschoben. Eine Baugenehmigung für das größte Haus mit der Kita stehe immer noch aus, sagt Senol Ince. Insgesamt werde es einen Mix aus bezahlbaren und teuren Wohnungen im Königspark geben.

Keine Zusammenarbeit mit Vonovia

Eine Zusammenarbeit mit dem größten deutschen Wohnungsunternehmen Vonovia kommt laut Ince nicht in Frage. Die Ziele stimmten nicht überein. „Auch wir wollen Geld verdienen, aber wir sind keine Gewinnmaximierer“, sagt er.

Widerstand in Diepensee

Kritiker des Vorhabens überzeugt das nicht. Besonders im benachbarten Ortsteil Diepensee wehrt man sich dagegen. „Unter diesen Bedingungen wären wir nicht hierher gezogen“, sagt Ortsvorsteher Michael Gleißner. Die Diepenseer waren 2004 wegen des Schönefelder Flughafenbaus umgesiedelt. Sie hatten sich unter mehren Standorten den ruhigen Königs Wusterhausener Stadtrand ausgesucht. Mit der Bebauung des Königsparks wäre es damit vorbei, so Gleißner. Er fürchtet einen starken Durchgangsverkehr. Die Solwo hingegen verweist darauf, dass Lärmbelastungen durch ein Gewerbegebiet ungleich größer seien.

Stadtverwaltung sieht keinen Bedarf

Die Königs Wusterhausener Stadtverwaltung steht den Königspark-Plänen skeptisch gegenüber. Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) sieht für einen Wohnungsbau in dieser Größenordnung keinen Bedarf. Jährlich entstünden in allen Ortsteilen rund 200 Ein- und Mehrfamilienhäuser. In diesem Jahr seien Bauanträge für 300 Wohnungen gestellt worden. „Damit wird der Bedarf an Wohnraum in unserer wachsenden Stadt gut abgedeckt“, schreibt er in seiner Stellungnahme. Es bestehe eine Nachfrage nach Gewerbeflächen.

Von Frank Pawlowski

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