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Königs Wusterhausen Facebook-Eintrag mit Folgen
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01:16 26.08.2018
Dirk Marx, 44. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

In einer Königs Wusterhausener Facebook-Gruppe hat ein Eintrag von Dirk Marx mit fast 500 Kommentaren für ein ungewöhnlich großes Echo gesorgt. Der Vorgang hat bereits Folgen für das Stadtleben. Denn der 44-jährige sagte geplante Veranstaltungen für dieses Jahr ab, darunter die Oldtimmer-Treffen Tanz im Zweitakt und Rummblubbern.

Gemeinsames Interview kam nicht zustande

Anlass für seinen Facebook-Beitrag waren angebliche systematische Nachforschungen über ihn in seinem früheren Wohnort durch den Königs Wusterhausener Jan Schenk. Die Betroffenheit in der Facebook-Gemeinde ist groß, ebenso die Ratlosigkeit. Die MAZ wollte mit den Beiden ein gemeinsames Interview führen. Dirk Marx war dazu bereit. Jan Schenk war es aus juristischen Gründen nicht, er zeigte Marx wegen übler Nachrede an. So fanden die Gespräche getrennt statt.

Das sagt Dirk Marx

„Für all mein Engagement kriege ich nur auf die Fresse“, sagt Dirk Marx, der 2016 mit dem „Rocken und Rollen“ seinen Einstand in Königs Wusterhausen gab. Er rief den Bürgerstammtisch mit ins Leben, engagiert sich ehrenamtlich in mehreren Vereinen. An mehr als 40 Veranstaltungen und Aktivitäten war er nach eigenen Angaben beteiligt. „Unter diesen Bedingungen werde ich nichts mehr machen“, sagte er der MAZ.

Mit dem Facebook-Beitrag habe er „nach etlichen Monaten des Terrors und Schnüffelns“ in seiner Vergangenheit die Flucht nach vorne angetreten. Er habe die Tortur beenden wollen. „Es gibt nichts zu verheimlichen in meinem Leben. Zu meinen Fehlern stehe ich.“ Er glaubt, dass er als Kritiker mundtot gemacht werden soll. Marx erwägt eine Kandidatur für die SVV, schließt das derzeit aber aus.

Das sagt Jan Schenk

Von einer Hetzjagd spricht auch Jan Schenk, allerdings gegen ihn. Der 34-Jährige fühlt sich verunglimpft und in die rechte Ecke gestellt, weil er die AfD unterstützt. Für ihn ein absurder Vorwurf, weil er sich als Konservativer und Europäer sieht. Schenk spricht fließend Französisch und Englisch. Dass er sich nach Dirk Marx erkundigt hat, bestreitet er nicht. „Ich hätte das aber nie öffentlich verwendet“, sagt er.

Jan Schenk, 34. Quelle: Frank Pawlowski

Der Zeesener ist nach eigenem Bekunden seit zwölf Jahren ehrenamtlich aktiv in der Stadt. „Ich mache viel, dränge mich aber nicht in den Vordergrund. Es geht so viel verloren, wenn Einzelpersonen sich auf die Fahne schreiben, was viele Leute auf die Beine gestellt haben.“ Auch er denkt über eine SVV-Kandidatur nach.

Sorge um den Frieden in der Stadt

In „Sorge um den Frieden in der Stadt“, wie Dirk Marx es nennt, sind beide. „Es geht so nicht weiter, sonst werden die Gräben immer tiefer“, sagt Jan Schenk.

Von Frank Pawlowski

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