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Königs Wusterhausen Uhrmachermeister feiert 100. Betriebsjubiläum
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Uhrmachermeister feiert 100. Betriebsjubiläum
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00:21 03.02.2019
Gerald Krüger (l.) und Heiko Vesper (r.) überreichen die Ehrenurkunde an Joachim Bätcher Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Ein Schild am Zaun im Seglersteg 6 in Neue Mühle weist darauf hin, hier hat ein Uhrmacher zweimal in der Woche geöffnet. Und wer nicht gerade schon mal seine Uhr zur Reparatur abgegeben hat, kommt sicher nicht darauf, dass hier ein Familienunternehmen gerade sein 100-jähriges Betriebsjubiläum feiert. Und mit so viel Besuch hatte dann Joachim Bätcher sicher auch nicht gerechnet.

Zu den ersten Gratulanten zählten Gerald Krüger, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Cottbus und Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft im Landkreis Dahme-Spreewald und ebenso Heiko Vesper von der Handwerkskammer. Sie überreichten eine Ehrenurkunde zum 100-jährigen Betriebsjubiläum. Auch Bürgermeister Swen Ennullat (Freie Wähler KW) und sein Stellvertreter René Klaus gratulierten persönlich.

Zweimal in der Woche öffnet Joachim Bätcher seine Werkstatt

Obwohl inzwischen Rentner, kann Joachim Bätcher nicht von seinem Handwerk lassen. Zweimal in der Woche öffnet der 77-jährige seine Uhrmacherwerkstatt und das zur Freude der Neue Mühler und Königs Wusterhausener Kunden, die ihm seit Jahren die Treue halten und seine Handwerkerleistung in Anspruch nehmen. 1965 nach dem Abschluss der Meisterausbildung hatte Bätcher den Betrieb von Großvater Max Bätcher übernommen. Dieser eröffnete sein Uhrengeschäft am 29. Januar 1919 in der Pallasstraße in Berlin Schöneberg. 1944 nach einem Bombenangriff brannte das Geschäft aus.

Also zog Max Bätcher auf sein Wochenendgrundstück, das er in Neue Mühle hatte und arbeitete fortan dort. 1944 kam Joachim Bätcher zu den Großeltern nach Neue Mühle und wuchs bei ihnen auf. Sein Vater, der auch den Beruf des Uhrmachers gelernt hatte, war im Krieg gefallen. Von 1957 bis 1960 ging er bei Großvater Max in die Lehre und führte die Familientradition fort. „Ich hab viel gelernt von meinem Opa“, berichtet er und hatte die besten Voraussetzungen für das Meisterstudium, das er 1965 beendete.

Ruhige Hand und Geduld gefragt

Was einen Uhrmacher ausmachen sollte beantwortet Joachim Bätcher so: „Das Beste ist, man wird in eine Uhrmacherfamilie geboren –Großvater, Vater, icke. So war das bei uns und man wächst dann einfach so rein“. Allerdings eine ruhige Hand und Geduld gehören unbedingt dazu, will man diese Handwerk ausüben. Ans Aufhören denkt der Uhrmacher nicht. „Solange es geht, mache ich noch ein bisschen weiter“, sagt er. „Ich will ja wenigstens noch den Diamantenen Meisterbrief neben den Goldenen hängen können, den ich im Mai 2015 bekommen habe“, erklärt Bätcher mit einem Schmunzeln.

Von Gerlinde Irmscher

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