Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Königs Wusterhausen Dieses Jubiläum wird ein Jahr lang gefeiert
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Dieses Jubiläum wird ein Jahr lang gefeiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 14.02.2019
Rainer Suckow auf dem Funkerberg. 100 Jahre Rundfunk werden 2020 groß gefeiert. Quelle: Förderverein Sender KW
Königs Wusterhausen

Königs Wusterhausen ist ein Geburtshelfer des Radios. Auf dem Funkerberg wurde 1920 erstmals ein Konzert live im Rundfunk übertragen. Das 100. Jubiläum wird 2020 groß gefeiert. Das ganze Jahr über sind Veranstaltungen geplant. Der kleine Förderverein des Sendermuseums hat ein großes Programm auf die Beine gestellt. Zum Welttag des Radios am 13. Februar gibt Vorsitzender Rainer Suckow einen Ausblick und schaut auf das zurückliegende Jahr im Museum auf dem Funkerberg zurück.

Das Museum dokumentiert die Geschichte der Sendeanlagen. Es lockte im vorigen Jahr rund 6000 Besucher an, überwiegend aus Deutschland und aus europäischen Ländern. „Die Leute kommen deswegen nach Königs Wusterhausen“, sagt Rainer Suckow. Publikumsmagneten sind die monatlichen Vorführungen des 1000-PS starken Diesels, der die Sender im Notfall mit Strom versorgte. Groß ist der Andrang auch bei den Aktionstagen, die der Verein neuerdings am ersten Sonntag im Monat anbietet. So werden unter anderem Führungen in die sonst nicht zugänglichen Sendehäuser angeboten. Beliebt sind ebenso die Wanderungen über den Funkerberg.

Das Sender- und Funktechnikmuseum auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen Quelle: Frank Pawlowski

Im Jubiläumsjahr wird es jeden Monat einen besonderen Höhepunkt geben. So ist im Februar ein Aktionstag „Radio hören wie vor 100 Jahren“ geplant. Besonders gespannt sein dürfen die Besucher auf ein Experiment, dessen Ergebnisse im Juni präsentiert werden. Wie klingt Königs Wusterhausen? Unter diesem Motto werden Geräusche der Stadt und ihrer Ortsteile aufgenommen. Der Förderverein führt das Projekt gemeinsam mit dem Kulturbund Dahme-Spreewald durch.

Eine Radio-Lesung im März in der Stadtbuchhandlung und ein Live-Hörspiel im Oktober im Bürgerhaus stehen ebenfalls auf dem Programm. Für September ist im Berliner Museum für Kommunikation eine Diskussionsrunde zur Zukunft des Radios geplant. Im April will der Förderverein auf dem Funkerberg einen Stratosphärenballon steigen lassen. Im Juli findet eine Radiowoche für Ferienkinder statt.

Das Radioteam von Welle 370. Einmal im Monat wird live gesendet. Am 17. Februar von 14 bis 15 Uhr ist es wieder soweit. Quelle: Marco Frenzel

Der Sendebetrieb auf dem Funkerberg ist 1995 eingestellt worden, unter anderem wurde hier das Programm des Berliner Rundfunks ausgestrahlt. Doch inzwischen wird wieder gesendet, und zwar auf Welle 370. So heißt das einstündige Programm, das über Kurzwelle und Mittelwelle ausgestrahlt wird. Es ist jeden dritten Sonntag im Monat von 14 bis 15 Uhr zu hören. „Radiotag auf dem Funkerberg“, so begrüßt Rainer Suckow die Zuhörer. Zu jeder Sendung lädt er sich einen Gesprächspartner ein, es gibt außerdem Informationen zur Geschichte und Aktuelles aus der Region. Am 17. Februar gibt es eine neue Folge. Welle 370 gibt es unter diesem Namen übrigens auch als Podcast. „Die Sendung hat europaweit ihre Stammhörer und trägt die Wiege des Rundfunks in die Welt“, sagt Rainer Suckow.

Ein besondere Attraktion gibt es in diesem Jahr noch für Besucher auf dem Funkerberg. Am 3. März können sie den riesigen Diesel-Motor einmal von innen bestaunen. Die Wartung wird einmal im Jahr von Mitgliedern des Vereins öffentlich durchgeführt. Allerdings sind die Plätze rar, nur acht Besucher dürfen aus Sicherheitsgründen dabei sein.

Von Frank Pawlowski

Im Abwassernetz in Kablow hat es eine Havarie gegeben. Betroffen waren 20 Haushalte. Die Reparatur der Leitung dauerte mehrere Stunden.

11.02.2019

Nach einer Unaufmerksamkeit eines 54-jährigen Fahrers ist es am Sonntag zu einer Kollision auf dem südlichen Berliner Ring gekommen. Es entstand ein Sachschaden von 17.000 Euro.

11.02.2019

Die Verbeamtung von Feuerwehrleuten ist in Königs Wusterhausen umstritten. Der Stadtrat steht vor einer Entscheidung. Es gibt in Brandenburg schon Erfahrungen.

09.02.2019