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Königs Wusterhausen Feuerwehr-Beamte: So läuft es in anderen Städten
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10:56 09.02.2019
Arbeitsplatz Feuerwehr: In der Königs Wusterhausener Feuerwache arbeiten 30 angestellte Feuerwehrleute, fünf Stellen sollen dieses Jahr neu besetzt werden. Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

 Die Stadt Königs Wusterhausen will angestellte Feuerwehrleute zu Beamten machen. Zunächst sollen 17 der 30 hauptamtlichen Stellen umgewandelt werden. Das soll die Attraktivität erhöhen, mehrere freie Stellen können derzeit mangels Bewerbern nicht besetzt werden. Andere Brandenburger Kommunen sind diesen Weg schon gegangen. War das richtig? Die MAZ fragte in Oranienburg und Falkensee nach. Die beiden Städte liegen ebenfalls im Berliner Speckgürtel. Sie sie sind mit jeweils über 45 000 Einwohnern größer als Königs Wusterhausen, das 37 500 Einwohner hat.

Ziel erreicht in Oranienburg

In Oranienburg werden Feuerwehrleute schon seit 2012 verbeamtet. Derzeit gibt es 29 Stellen, drei weitere sollen dieses Jahr dazukommen. Die Stadt wollte wegen der Konkurrenz zu Berlin und Potsdam als Arbeitgeber attraktiver werden und Fachkräfte halten. Das wurde erreicht. Personalamtsleiter Mike Wedel: „Die Bewerberzahlen sprechen für sich. Alle offene Stellen konnten bislang wie geplant besetzt werden. Eine Abwanderung kommt so gut wie gar nicht vor.“ Mehrkosten im Feuerwehrbereich seien nicht entstanden. Die Rückstellungen für die Pensionen betragen jährlich 3,4 Millionen Euro.

Oranienburgs Stadtwehrführer Sven Marten sieht die Verbeamtung auch als besondere Fürsorgepflicht des Dienstherren, weil die Einsätze der Feuerwehrleute grundsätzlich gefährlich seien. Außerdem sei die Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr eine Laufbahnausbildung und könne somit auch nur von Beamten angetreten werden.

Mehr Bewerber in Falkensee

In Falkensee beschloss die SVV vor einem Jahr die Verbeamtung von Feuerwehrleuten „zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und Neugewinnung von Fachkräften“, wie Stadtsprecherin Luisa Bellack mitteilte. 2018 wurden acht angestellte Feuerwehrleute zu Beamten gemacht. Für 2019 wurden 16 weitere Stellen geschaffen. Derzeit gibt es 24 Beamtenstellen bei der Falkenseer Feuerwehr. Zuvor sei es schwierig gewesen, Fachkräfte zu halten und zu gewinnen. „Durch die Verbeamtung hat sich das Bewerberfeld vergrößert, da sich nun auch verbeamtete Feuerwehrkräfte bewerben“, so Bellack. Falkensee will einen 24-Stunden-Dienst einführen. Derzeit gibt es einen Zwei-Schicht-Dienst von sechs bis 22.30 Uhr. Angaben zu den Pensionsrückstellungen machte sie nicht.

Entscheidung in Königs Wusterhausen

Der Königs Wusterhausener Stadtrat entscheidet am 11. Februar darüber, ob Feuerwehrleute verbeamtet werden. Im Hauptausschuss gab es zuletzt eine Mehrheit von vier zu eins Stimmen dafür, dem standen allerdings sechs Enthaltungen gegenüber. Es wurden vor allem Bedenken wegen möglicherweise zu hoher finanzieller Belastungen laut. Die Stadtverwaltung sieht die Gefahr nicht. Es gab den Hinweis, Bewerber mit anderen Angeboten anzulocken, zum Beispiel mit Dienstwohnungen. Hingegen kann nach Ansicht des Rathauses der Personalbedarf bei der Feuerwehr nur durch die Verbeamtung gedeckt und damit der Brandschutz in der Stadt künftig gewährleistet werden.

Von Frank Pawlowski

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