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Königs Wusterhausen Vorschlag für eine Arztbus-Linie
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Vorschlag für eine Arztbus-Linie
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00:28 02.11.2018
Das Gesundheitszentrum in der Freiheitstraße in Wildau. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Lücken im öffentlichen Nahverkehr in Dahme-Spreewald könnten durchaus geschlossen werden, wenn man altbekannte Pfade verlässt. Davon ist SPD-Kreistagsabgeordnete Tina Fischer überzeugt. Passende Vorschläge liefert sie gleich mit.

Bushaltestelle vor dem Gesundheitszentrum. Quelle: Frank Pawlowski

Zu besseren Erreichbarkeit des Gesundheitszentrums Wildau bringt sie eine so genannte Arztbus-Linie ins Gespräch, die das Angebot der Regionalen Verkehrsgesellschaft RVS ergänzt. Die Artzbusse sollen zwei Mal in der Woche zwischen dem Gesundheitszentrum und den umliegenden Ortsen Zeuthen, Eichwalde, Schulzendorf und Königs Wusterhausen fahren. Das soll es vor allem Senioren erleichtern, ihre Arztbesuche zu erledigen. Die Fahrzeiten sollen mit den Praxen abgestimmt werden.

„Gerade ältere Bürger wenden sich oft an mich, weil sie vom ÖPNV teilweise abgehängt fühlen“, sagte Tina Fischer der MAZ. Vorbild für den Arztbus kann nach ihrer Ansicht der Bürgerbus im Amt Lieberose/Oberspreewald im Südosten des Landkreises sein. Der Kleinbus mit acht Plätzen fährt drei Mal in Woche die Gemeinden des Amtes an. Das Fahrzeug gehört einem Bürgerbus-Verein, die Betriebskosten übernimmt der Landkreis.

Vorbild Bürgerbus in Lieberose

Es sind acht ehrenamtliche Fahrer im Einsatz, zumeist Rentner, Vorruheständler oder Arbeitslosen. Die Streckenführung wird mit der regionalen Verkehrsgesellschaft RVS abgestimmt. Seit neun Jahren rollt der Bürgerbus durch das Amt. „Das Angebot wird bisher gut angenommen“, sagte Ramona Richter von der Tourismusgesellschaft Lieberose der MAZ.

Taxi-Ticket für Senioren?

Tina Fischer, die auch Landtagsabgeordnete und SPD-Chefin in Dahme-Spreewald ist, kann sich auch vorstellen, das eine Hilfsorganisation oder das Gesundheitszentrum selbst den Arztbus betreibt. In einer Anfrage an den Landrat erkundigt sie sich, ob eine solche Linie realisierbar ist. Weiterhin regt sie an, mit den Krankenkassen über ein 50-50-Ticket für Senioren zu verhandeln. Es könnte ebenfalls für Arztbesuche genutzt werden. So ein Ticket gibt es schon für Jugendliche. Sie können damit nach Disco-besuchen zum halben Preis mit dem Taxi fahren.

Tina Fischer ist SPD-Chefin in Dahme-Spreewald sowie Landtags- und Kreistagsabgeordnete. Quelle: Oliver Fischer

„Wir müssen für alle Altersgruppen intelligente Lösungen im Nahverkehr finden. Das betrifft auch die Verbindungen am Abend zwischen den Ortsteilen von Königs Wusterhausen“, sagte Tina Fischer. „Wenn wir von den Leuten mehr Mobilität verlangen, muss es passende öffentliche Angebote geben.“

RVS sieht aktuell keinen Bedarf

RVS-Sprecher Lutz Strohschein sieht den Bedarf für einen Arztbus derzeit hingegegen nicht. „Wenn es zumutbar ist, einmal umzusteigen, kommt man relativ häufig un gut zum Gesundheitszentrum“, sagte er. So fahren vom Wildauer S-Bahnhof zwei Mal stündlich Busse dorthin, ebenso von Königs Wusterhausen.

Verbesserungen lassen auf sich warten

Vor gut einem Jahr hatte Tina Fischer ebenfalls Verbesserungen im Nahverkehr angeregt, unter anderem Schnellbusse für Dahme-Spreewald und nach Berlin. Daraus wurde nichts. Bessere Busverbindungen zwischen Königs Wusterhausen und Mittenwalde sowie nach Rangsdorf und Zossen, die sie ebenfalls forderte, sind aber weiterhin ein Thema. „Das konnten wir aber noch nicht umsetzen“, sagte RVS-Sprecher Lutz Strohschein. Ein Hauptproblem sei das fehlende Personal. „Wir finden einfach keine Busfahrer.“

 

Von Frank Pawlowski

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