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Königs Wusterhausen Dieser Vorschlag zu Schulen sorgt für Gesprächsstoff
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01:16 15.02.2019
Die Grundschule in Senzig ist zu klein geworden und soll neu gebaut werden. Auch in Zeesen und Zernsdorf sind Neubauten geplant. Stadtverordnete Priska Wollein fordert statt dessen einen zentralen Neubau für alle großen Schulkinder der Stadt. Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

In der Diskussion um die Grundschulen in Königs Wusterhausen sorgt ein Vorschlag von Stadtverordneter Priska Wollein (UBL) aus Zernsdorf für neuen Gesprächsstoff. Sie fordert einen zentralen Schulcampus in Königs Wusterhausen, in dem die Kinder der Klassenstufen 5 und 6 aus allen Ortsteilen unterrichtet werden. „Es ist höchste Zeit, alle Ressourcen zu bündeln“, sagte sie im Stadtrat.

Anlass für den Vorstoß sind die beabsichtigten Neubauten von drei Grundschulen in Senzig, Zeesen und Zernsdorf. Auch der Bau von Sporthallen ist vorgesehen. Wollein rechnete vor, dass jeweils Kosten von zehn bis zwölf Millionen Euro entstehen. In Senzig wird es voraussichtlich sogar noch teurer. Dort ist die Standortfrage weiterhin offen. „Mir wurde klar, welch absurden Streit wir führen. Durch das Klein-Klein-Denken steuern wir die Stadt in eine prekäre Haushaltssituation“, sagte Priska Wollein.

Mit einem zentralen Campus für die Grundschulkinder der beiden oberen Klassenstufen wären kostspielige Bauvorhaben in einzelnen Ortsteilen überflüssig. Die Kapazitäten der bestehenden Schulen würden ausreichen, so Wollein. Der Campus würde nach ihrer Ansicht weitere Probleme der Stadt lösen. Denn es gebe nicht nur einen Bedarf an Grundschulen, sondern auch an „vorzeigbaren kulturellen, sozialen, bürgerfreundlichen städtischen Objekten einer gewissen Größenordnung, wie es einer Stadt eigentlich zusteht“.

Priska Wollein ist Vorsitzende der Fraktion UBL/UFL in der SVV Königs Wusterhausen. Quelle: Privat

Zum Campus sollen laut de Vorschlag daher auch eine große Sporthalle, ein Jugendzentrum und eine Aula mit Bühne gehören. Über weitere Angebote sollte diskutiert werden. „Wir müssen im Kleinen groß denken“, so Wollein. Auf MAZ-Nachfrage sagte sie: „Diese Vision könnte ein Ausweg sein.“ Einen möglichen Standort für den Campus nannte sie nicht.

Im Stadtrat war erneut über den Schulneubau in Senzig diskutiert worden. Auf Antrag der Fraktion SPD, Wirf für KW, CDU und Linke wurde beschlossen, eine neue Standortsuche zu starten. Gleichzeitig wurden die bisherigen Beschlüsse für den Neubau am Bullenberg und in der Ringstraße aufgehoben. In dem Beschluss werden Vorgaben für den Schulneubau gemacht. Ein Campus mit Aula, Hort und moderner Sporthalle soll entstehen.

Standortstreit in Senzig

Einen vorherigen Beschluss dazu hatte Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) beanstandet. Er kündigte an, dass er das auch diesmal tun wird. Nach seiner Ansicht sind die Kriterien bereits geprüft worden. Im Ergebnis sei die Ringstraße als geeigneter Standort für den Schulneubau ermittelt worden. Die Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Ringstraße lehnte die SVV mehrheitlich ebenfalls erneut ab.

Ein Ende des Streits ist nicht abzusehen. Einige Senziger Schulklassen sind bereits in Containern untergebracht, weil der Platz im Schulgebäude in der Lindenstraße nicht mehr ausreicht. Der Bürgermeister soll laut dem Beschluss, der zur neuen Standortsuche gefasst wurde, Vorschläge machen, wie der Schulbetrieb durch eine Containerlösung sichergestellt werden kann.

Von Frank Pawlowski

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