Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Königs Wusterhausen Parkplätze dringend gesucht
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Parkplätze dringend gesucht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 29.07.2018
Auf dem Parkplatz am Kreisverkehr darf höchstens vier Stunden geparkt werden. Hier könnte das Parkhaus mit 467 Stellplätzen entstehen. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Ein geplantes Bauvorhaben des Kreises rückt die Parkprobleme in der Königs Wusterhausener erneut ins Blickfeld. Dabei geht es um weit mehr als nur die 52 Stellflächen, die jetzt für Diskussionen sorgen.

Kreis will Ablöse zahlen

So viele neue Parkplätze muss der Landkreis schaffen, wenn er das Jobcenter in der Max-Werner-Straße bauen will. Weil dafür im direkten Umfeld aber kein Platz mehr ist, will der Kreis eine so genannte Ablöse zahlen. So ist es im Stadtrecht vorgesehen. Summen nennt die Satzung nicht. Doch zwischen 3500 und 5000 Euro je Stellplatz könnten fällig werden, in diesem Bereich liegen die Baukosten.

Der Parkplatz an der Storkower Straße auf der anderen Seite der Bahnstrecke. Hier gibt es keine zeitliche Begrenzung. Quelle: Frank Pawlowski

Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) lehnt das Geld jedoch ab und legte ein Veto gegen den Neubau ein. Auf die Parkplätze könne nicht verzichtet werden, „da dies außergewöhnlich negative Auswirkungen auf das knappe Stellplatzangebot für das Stadtzentrum hätte“. Damit ist der wunde Punkt benannt.

Parkraum „stark ausgelastet“

Schon 2014 wurde im Rahmen einer Untersuchung für ein Verkehrskonzept festgestellt, dass der Parkraum in der Innenstadt „stark ausgelastet“ sei. Pendler, Mitarbeiter und Besucher umliegender Behörden sowie Unternehmen und Geschäftskunden würden um freie Stellplätze „konkurrieren“, wie es heißt.

Klares Unmfrage-Ergebnis

Bei einer Umfrage der SPD-Stadtratsfraktion haben 90 Prozent der Befragten den Bau eines Parkhauses befürwortet. 40 Prozent sind bereit, für die Nutzung zu bezahlen. Die jüngste Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzepts hat im direkten Bahnhofsumfeld ebenfalls die „größten Defizite des ruhenden Verkehrs“ ausgemacht. Gleiches gelte für den Bereich rund um das Achenbach-Krankenhaus.

Empfehlung zum Bau von Parkhäusern

„Neben dem Pendleraufkommen führt der anhaltende Bevölkerungszuwachs zu einer Erhöhung der Mobilitäts- und damit auch Parkraumnachfrage“, so die Autoren von der Complan-Kommunalberatung. Sie empfehlen den Bau von Parkhäusern für Autos und Fahrräder in Bahnhofsnähe, um die Probleme wenigstens zu mindern. Das Fahrradparkhaus wird demnächst errichtet.

Mindestens 467 Stellflächen

Für ein Auto-Parkhaus am Kreisverkehr wurde 2014 eine notwendige Kapazität von mindestens 467 und höchstens 830 Stellflächen ermittelt. Eine Gebäudehöhe von 14 und 22 Metern mit fünf beziehungsweise acht Parkebenen wurde genannt. Als Standort wurde eine Fläche nördlich des Kreisverkehrs zwischen Nottekanal und Bahntrasse empfohlen.

Noch keine SVV-Beschlüsse

Laut Bauexperten kostet ein Parkhaus-Parkplatz rund 12 000 Euro. Selbst die kleine Variante würde somit gut 5,6 Millionen Euro kosten. Die SPD-Fraktion hatte damals angeregt, eine Kooperation mit der Privatwirtschaft für den Bau zu prüfen. SVV-Beschlüsse gab es dazu noch nicht.

Landrat lehnt KW-Vorschlag ab

Bürgermeister Swen Ennullat hat dem Kreis vorgeschlagen, ein Parkhaus auf dem Parkplatz in der Max-Werner-Straße zu bauen. Die Stadt würde sich finanziell beteiligen. Für Landrat Stephan Loge (SPD) ist das keine Option. „Für 52 Stellflächen müssen wir kein Parkhaus bauen“, sagte er. Gegen das Veto der Stadt zum Neubau prüft er nun rechtliche Schritte. Auch ein anderer Standort für das neue Jobcenter ist weiter im Gespräch. Laut Loge gibt es schon ein Angebot aus Schönefeld. Die Kreisstadt Lübben kommt ebenfalls in Frage.

Von Frank Pawlowski

Der Senziger Gospelchor erfreut seine Zuhörer seit 20 Jahren mit Gesang. Die Chor-Mitglieder blicken auf zwei Jahrzehnte voller Höhen und Tiefen zurück. Gefeiert wird gleich zwei mit Jubiläumskonzerten.

26.07.2018

Auf der Kreuzung am Schlossplatz in Königs Wusterhausen kam es am Dienstagnachmittag zu einem Unfall. Die Beteiligten hatten Glück im Unglück. Sie blieben unverletzt.

25.07.2018

Ein Fahrradfahrer erlitt am Dienstagnachmittag in Zeesen schwere Verletzungen. Ein Lkw-Fahrer hatte den jungen Mann offenbar übersehen. Der Radler konnte dem Sattelzug zwar noch ausweichen, stürzte aber in der Folge schwer.

25.07.2018