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Königs Wusterhausen Swen Ennullat mahnt vor „Satelliten-Stadt“
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00:18 11.09.2018
So soll das neue Stadtquartier aussehen. Bislang liegt nur eine Baugenehmigung für circa 200 Wohnungen im südlichen Königspark vor. Quelle: Trialog concept
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Königs Wusterhausen

Der Stadtentwicklungsausschuss in Königs Wusterhausen beschäftigt sich am Montag mit einem brisanten Thema: Senol Ince, Geschäftsführer der Solwo Königspark GmbH, präsentiert seinen Masterplan für 3500 nachhaltige neue Wohnungen, die im nördlichen Königspark an der B 179 entstehen sollen.

Während für das Gebiet südlich des Darwinbogens Baugenehmigungen für 288 Wohneinheiten und eine Kita vorliegen, müssten die weitaus größeren Parzellen im Norden erst noch in ein Wohngebiet umgewidmet werden (die MAZ berichtete). Die Flächen sind als Gewerbegebiet ausgewiesen. Das soll nach Ansicht der Stadt auch so bleiben.

Stadt befürwortet verträgliches Wachstum

„Wir wollen keinen Satelliten-Stadtteil“, bringt Bürgermeister Swen Ennullat (Freie Wähler KW) die Befürchtungen angesichts des gigantischen Wohnprojekts auf den Punkt. 3500 neue Haushalte, rechnet er vor, das wären 25 Prozent mehr Einwohner, die „quasi über Nacht“ nach Königs Wusterhausen zögen. „Ob Kita, Schule, Polizei: Eine solche Entwicklung würde unsere ganze Infrastruktur über den Haufen werfen“, mahnt Ennullat. Er habe zudem Bedenken, den Gewerbepark einfach so aufzugeben. Es gehe darum, Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen.

Der Investor bewirbt seine „grünen“ Wohnungen, die sich mit Hilfe erneuerbarer Energien vollständig selbst versorgen sollen, auch damit, dass diese „die regionale Wohnungsmarktsituation nachhaltig entspannen“ würden. „Es gibt keine Wohnungsnot in Königs Wusterhausen“, heißt es dazu aus dem Rathaus. Dort gibt es auch Zweifel darüber, ob der Investor verträgliche Mieten anbieten kann: „Er kann nicht günstiger bauen als wir.“ Konkrete Angaben zu Mieten machte die Solwo bislang nicht.

4900 Wohnungen bis 2040

Bis 2040 werden in Königs Wusterhausen 4900 zusätzliche Wohnungen benötigt. Das geht aus der wohnungspolitischen Umsetzungsstrategie der Stadt hervor. Demnach könnten bis 2030 41.600 Menschen in der Stadt leben. Jährlich müssten 215 neue Wohnungen her. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Wobauge baut jedes Jahr an die 30 neue Wohneinheiten.

Von Josefine Sack

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