Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Königs Wusterhausen MAWV stellt auf Funkzähler um
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen MAWV stellt auf Funkzähler um
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:15 29.07.2018
mechanische Wasserzähler sind im MAWV-Gebiet bald Geschichte: Der verband rüstet schrittweise auf Ultraschalltechnik um. Quelle: dpa
Königs Wusterhausen

Der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) führt in diesen Tagen digitale Wasserzähler ein. Bislang sind im Verbandsgebiet circa 37 000 mechanische Haus-Wasserzähler im Einsatz. Diese werden nun nach und nach durch digitale Ultraschall-Wasserzähler ersetzt.

Zählerwechsel ist kostenlos

Laut einem Schreiben, dass der MAWV an Anschlussnehmer verschickte, kann es vorkommen, dass ein Wasserzähler bereits vorzeitig – auch ohne Erreichen der sogenannten Eichablauffrist – ausgewechselt wird. „Der turnusmäßige Wasserzählerwechsel wird auch nach örtlichen Gesichtspunkten unter dem vorrangigen Aspekt der Wirtschaftlichkeit durchgeführt“, begründet der Verband. Die Auswechselung ist für Anschlussnehmer kostenlos.

Nach den Vorgaben des Mess- und Eichgesetzes müssen Hauptwasserzähler alle sechs Jahre ausgetauscht werden. Die neuen Smart-Meter haben laut Verbandsvorsteher Peter Sczepanski in der Regel eine Lebensdauer von zwölf Jahren.

Monteur muss nicht mehr ins Haus

Von den digitalen Ultraschall-Wasserzählern verspricht sich der MAWV eine höhere Messgenauigkeit. Die Verbrauchsdaten können zudem künftig per Fernauslesung, also ohne dass ein Monteur zum Ablesen ins Haus muss, erfasst, übertragen und ins System eingepflegt werden. „Für Kunden entfallen Koordinierungsaufwand und Termine, an denen sie sich zum Zähler-Ablesen Zeit nehmen mussten“, informiert der Verband über die Vorteile. Ein Smart-Meter könne zudem kleine Undichtigkeiten erfassen und Frosteinwirkungen feststellen.

Nicht bei allen kommt der Zählerwechsel gut an. Günter Krause aus Zeuthen hält die neuen mit Funk ausgestatteten Geräte datenschutzrechtlich für fragwürdig. „Angeblich sind die Funkzähler sicher, aber wer weiß das schon“, lautet seine Sorge. Dass die neuen Zähler eingebaut werden, obwohl die alten ihre Ablauffrist teilweise noch nicht erreicht haben, kritisiert Krause zudem als „Materialvergeudung“. „Den Aspekt der Wirtschaftlichkeit kann ich nicht erkennen“, sagt er.

MAWV reagiert auf Kunden-Sorgen

Der MAWV hat bereits im Vorfeld reagiert: Mit einem ausführlichen Fragenkatalog widmet sich der Verband auf seiner Homepage den Bedenken der Kunden. Auf die Frage „Können Hacker die Kontrolle übernehmen?“ versichert der MAWV, dass es „über Funk technisch faktisch unmöglich“ sei, die Messungen und die gespeicherten Daten zu beeinflussen. Demnach sind die Zähler durch eine 128-bit AES Verschlüsselung kodiert. AES steht für Advanced Encryption Standard und ist einer der gängigsten Verschlüsselungsalgorithmen weltweit. Die übertragenen Daten werden mit einem zufällig generierten Schlüssel gesichert. Eine Entschlüsselung der Daten ist nur über das Kennwort möglich, mit dem die Daten verschlüsselt wurden. Das Kennwort ist in den Ablesegeräten hinterlegt. Die Daten werden maximal 1000 Tage im Zähler gespeichert.

Auch hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit klärt der MAWV auf: In der Anschaffung seien die Smart-Meter zwar erst einmal teurer als die herkömmlichen mechanischen Zähler. Langfristig rentieren sich die Funkzähler aber, weil sie nur alle zwölf Jahre ausgetauscht werden müssen. Zuvor händisch erfasste Zählerstände waren zudem anfälliger für Fehler und kosteten den Verband viel Aufwand.

Von Josefine Sack

Die Parkplatz-Not in Königs Wusterhausens Innenstadt ist seit Jahren ein Problem. Ein Bauvorhaben des Kreises entfacht die Diskussion jetzt neu.

29.07.2018

Der Senziger Gospelchor erfreut seine Zuhörer seit 20 Jahren mit Gesang. Die Chor-Mitglieder blicken auf zwei Jahrzehnte voller Höhen und Tiefen zurück. Gefeiert wird gleich zwei mit Jubiläumskonzerten.

26.07.2018

Auf der Kreuzung am Schlossplatz in Königs Wusterhausen kam es am Dienstagnachmittag zu einem Unfall. Die Beteiligten hatten Glück im Unglück. Sie blieben unverletzt.

25.07.2018