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Königs Wusterhausen Nadelöhr B 179
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02:19 01.06.2018
Mario Franzky, Jens Richter und Ronny Breuhahn (v. l.) von der neuen Bürgerinitiative „B179, Ortslage Zeesen". Quelle: Frank Pawlowski
Zeesen

Selbst vormittags reißt die Autoflut auf der B179 in Zeesen kaum ab. Dabei ist in der Woche um diese Zeit eigentlich Ebbe nach dem morgendlichen und vor dem erneuten abendlichen Berufsverkehr. An den Wochenenden schwappt eine noch größere Welle durch den Ort, wenn freitags die Besitzer der Wochenendgrundstücke in die Region ausschwärmen und sonntags wieder zurückfahren.

Verstopfte Lebensader des Ortes

Eine neue Bürgerinitiative will nicht mehr tatenlos mit ansehen, wie die Bundesstraße als Zeesener Lebensader immer mehr verstopft. Im Ortsbeirat am Montagabend stellte sich die Initiative erstmals öffentlich vor. „Wir bitten den Ortsbeirat und die Einwohner, unser Anliegen zu unterstützen“, sagte Mitbegründer Jens Richter.

Erster Auftritt der Bürgerinitiative

Im Namen der Initiative hatte er den Ortspolitikern ein Schreiben überreicht, das die aktuelle Lage schildert und Vorschläge macht, wie die Situation

Mittelinseln wie hier reichen nach Ansicht der Bürgerinitiative nicht aus. Bei starkem Verkehr kommen Fußgänger kaum über die Straße. Quelle: Frank Pawlowski

wenigstens entschärft werden kann. Richter betonte, das sei keine Beschwerde. Er versteht es als Angebot zur Zusammenarbeit. „Betrachten Sie es als unsere gemeinsame Initiative“, sagte er. Ortsvorsteher Frithjof von Rottkay (WfKW) nickte zustimmend. „Die B179 ist für uns ein Sorgenkind“, erwiderte er.

Verkehrsdichte hat viele Gründe

Die Bürgerinitiative hat mehrere Gründe für das wachsende Verkehrsaufkommen ausgemacht. Dazu gehört die steigende Einwohnerzahl im zweitgrößten Königs Wusterhausener Ortsteil Zeesen, 5400 beträgt sie schon. Bei Staus auf der Autobahn dient die Bundesstraße als Umleitungsstrecke und wird auch sonst als Umfahrung genutzt. Der

In den Rotdornweg soll das Linksabbiegen verboten werden, damit sich der Verkehr bei geschlossener Schranke am dortigen Bahnübergang wenigstens stadtauswärts nicht staut. Quelle: Frank Pawlowski

geschlossene Bahnübergang in der Rotdornstraße verursacht nicht selten Rückstaus auf der B179. Als großes Hindernis erweisen sich laut Bürgerinitiative die Autotransporter, die vor Autohäusern be- und entladen werden.

Hohe Gefährdung für Fußgänger

Jens Richter und seine Mitstreiter sehen eine „hohe Gefährdung“ für Fußgänger und Radfahrer, die zu den Stoßzeiten selbst an den Mittelinseln kaum noch die Straße überqueren können. Schulkinder und Senioren seien besonders betroffen. Ein negativer Nebeneffekt sei der Ausweichverkehr in den Anliegerstraßen. „Daher sehen wir die Notwendigkeit von zeitnahen, auch mittelfristig realisierbaren Maßnahmen zur Sicherung und Gefahrenabwehr“, heißt es in dem Schreiben der Bürgerinitiative.

Halteverbote und Überwege

Vorgeschlagen wird unter anderem ein Halteverbot vor Autohäusern. Außerdem sollen geschützte Fußgängerüberwege geschaffen werden, unter anderem am Bahnhof, am Hagebaumarkt und beim Nettomarkt. Geprüft

Im Ortsbeirat am 28. Mai stellte sich die neue BI erstmals öffentlich vor. Quelle: Frank Pawlowski

werden solle ein Linksabbiegeverbot in die Rotdornstraße sowie die Möglichkeit von Fußgängerampeln. Die Initiative spricht sich für verstärkte Geschwindigkeitskontrollen aus, abends und nachts werde viel gerast.

Zeitnahe Veränderungen sind möglich

Nach Jens Richters Ansicht sind Veränderungen binnen zwei bis drei Monaten machbar. „Mit ein bisschen gutem Willen müsste es gehen“, sagte er der MAZ. Die Initiative wolle Stadt und Straßenverkehrsamt unterstützen.

Kreis regt Vor-Ort-Termin an

Eine Kreissprecherin sagte am Dienstag auf MAZ-Anfrage, bei baulichen Veränderungen müsse der Landesbetrieb für Straßenwesen einbezogen werden. Sie regte einen Vor-Ort-Termin mit allen Beteiligten an.

Unterschiedliche Schließzeiten der Schranken

Im Ortsbeirat wurden speziell die unterschiedlichen Schließzeiten der Schranken angesprochen. Ortsbeiratsmitglied Stefan Puchert berichtete, dass im Weidendamm die Schranke achteinhalb Minuten geschlossen ist,

Im Weidendamm sind die Schranken bis zu achteinhalb Minuten geschlossen, während sie am anderen Übergang in paar Meter weiter schon nach wenigen Sekunden wieder hoch gehen. Quelle: Frank Pawlowski

während es am Übergang auf der B179 beim selben Zug nur 45 Sekunden sind. Die Bahn soll das begründen. Vielleicht gibt es eine vernünftige Erklärung, aber die wurde uns noch nicht mitgeteilt“, sagte Puchert.

Die „Bürgerinitiative B179, Ortslage Zeesen“ ist per Mail erreichbar unter 179@ewe.net

Von Frank Pawlowski

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