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Königs Wusterhausen Löschtruppe blickt auf ein gutes Jahr zurück
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Löschtruppe blickt auf ein gutes Jahr zurück
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00:22 20.02.2019
Martin Münzberg junior (Mitte) wurde von Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat (r.) und Stadtwehrführer Sandro Viehöfer zum Hauptlöschmeister befördert. Quelle: Andrea Müller
Niederlehme

Mit der Jahresdienstversammlung zogen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Niederlehme am Sonnabend Bilanz für das Jahr 2018. Mit einer umfangreichen Power-Point-Präsentation holte Feuerwehrchef Martin Münzberg die Ereignisse des vergangenen Jahres zurück in das Gedächtnis.

Ortswehrführer Martin Münzberg bei seinem Rückblick auf die Ereignisse des Jahres 2018. Quelle: Andrea Müller

Zwei Seiten einer Medaille

Monat für Monat ging er durch – vom Knutfest im Januar bis hin zum Weihnachtsmarkt im Dezember. Doch das war nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite spiegelte die Einsätze und Dienste der Kameraden wider, die übers Jahr ihr Bestes gaben, damit nicht wirklich Schlimmes passiert. So erinnerte Münzberg an die Suche nach vermissten Kindern im Sumpf von Wernsdorf jetzt vor einem Jahr, die glücklich endete. „Nach gut zwei Stunden konnten wir die Kinder an die Eltern übergeben“, sagte er. Im Mai 2018 war ein Lastwagen auf die Seite gekippt. „Unsere Kameraden mussten Betriebsstoffe und Trümmerteile beseitigen“, so der Ortswehrführer, während auf der Leinwand ein Foto von dem Einsatz zu sehen war.

Sechs Feuerwehrmänner wurden befördert. Quelle: Andrea Müller

13 Waldbrände in 2018

Dann kam der Sommer und mit ihm die Hitze. Die Feuerwehr in Niederlehme löschte 2018 insgesamt 13 Waldbrände. Der größte loderte am 24. Juli im Wald bei Bindow auf einer Fläche von rund 650 Quadratmetern. 44-mal mussten die Kameraden im vergangenen Jahr raus, um technische Hilfe zu leisten. 42-mal rückte sie umsonst aus. „Die meisten Fehlalarme werden von Brandmeldeanlagen ausgelöst“, erklärte Münzberg. Insgesamt fuhr die Löschtruppe im vergangenen Jahr zu 121 Einsätzen hinaus. Die Frauen und Männer leisteten 1755 Stunden bei der freiwilligen Feuerwehr. Bei dieser Zahl wurde spontan im Saal applaudiert.

Gute Ergebnisse der Jugendfeuerwehr

Ähnlich hervorragende Ergebnisse konnte die Jugendfeuerwehr aus dem vergangenen Jahr berichten. Immerhin hat sie aktuell 28 Mitglieder; zwei junge Feuerwehrleute konnten neu aufgenommen werden. Sie lernten nicht nur gemeinsam das A und O dessen, was man bei der Feuerwehr wissen und können muss, sondern fuhren auch in Zeltlager und machten Ausflüge. Erstmals gab es auch einen Jugendfeuerwehrball. Dass die Jugendfeuerwehr so gut dasteht, das sei vor allem Martin Lehmann zu verdanken. Der will sich jedoch jetzt erst einmal mehr seiner eigenen Familie widmen. Steve Einecke übernimmt seine Aufgabe.

Stadt bezahlt Ausbildung

Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat (Freie Wähler) und Stadtwehrführer Sandro Viehöfer beförderten vor versammelter Truppe sechs Kameraden: Die Brüder Reinhard und Hermann Ascher, Michael Bolle, Udo Siegmund, Martin Münzberg jr. und Nico Leitert. Der Bürgermeister kündigte in Niederlehme an, den besten Feuerwehr-Standort Brandenburgs in Königs Wusterhausen zu errichten. Sandro Viehöfer erläuterte, wie es künftig laufen soll, wenn Feuerwehrleute Lkw- oder Bootsführerscheine machen. „Die Stadt wird die Ausbildung bezahlen“, sagte er. Allerdings erst nach Bestehen der Prüfung.

Spende und Gutscheine

Wolfgang Siebert, der die Kleingartenvereine präsentierte, übergab an die Jugendfeuerwehr 200 Euro. Die gleiche Summe ging auch an die Truppe von Martin Münzberg, der das Geld jedoch sofort ebenfalls an die Jugendfeuerwehr weiterreichte. Katrin Hohmann vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr holte verdiente Leute der Löschtruppe nach vorn ins Präsidium: „Eigentlich nenne ich sonst keine Namen. Heute aber will ich euch hier vorn mal danken“, sagte sie und übergab an alle einen Gutschein für den Weinladen in Königs Wusterhausen.

Katrin Hohmann (l.) dankte als Vorsitzende des Feuerwehr-Fördervereins allen besonders engagierten Leuten. Sie bat alle vor ins Präsidium. Quelle: Andrea Müller

Von Andrea Müller

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