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Königs Wusterhausen So sieht Niederlehmes neue Orgel aus
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06:24 14.08.2018
Die beiden Vorsitzenden des Fördervereins, Max Schirrmacher (l.) und Alexander Gütter, vor der restaurierten Orgel. Quelle: Frank Pawlowski
Niederlehme

Sehr sonor und voll, geradezu orchestral. So wird die Niederlehmer Orgel bald wieder klingen. Sanierung und Neubau des historischen Instruments sind erfolgreich beendet worden. Auch der Einbau ist inzwischen vollbracht. Die Orgel steht schon an ihrem angestammten Platz in der Kirche.

Die evangelische Kirche in Niederlehme wurde samt Orgel aus der Berliner Werkstatt Dinse im Jahr 1914 eingeweiht. Erstmals ist das Instrument nun generalüberholt worden. Die neuen Frontpfeifen sind wieder aus Zinn. Die feierliche Wiedereinweihung findet am 19. August ab 15 Uhr mit einem Festgottesdienst und einem Orgelkonzert statt.

Am 19. August wird sie feierlich wieder eingeweiht. „Es ist toll, dass sie wieder hergestellt ist. Wir sind froh darüber“, sagt der 29 Jahre alte Alexander Gütter, der gemeinsam mit dem gleichaltrigen Max Schirrmacher den Vorsitz im Förderverein der evangelischen Kirche Niederlehme innehat.

Die Orgel wurde jetzt erstmals seit ihrem Aufbau im Jahr 1914 gründlich überholt. Die alte Dame litt zuletzt unter argem Luftmangel und war obendrein vom Holzwurm befallen. Renommierte Werkstätten legten Hand an. Die Firma Scheffler aus Sieversdorf bei Frankfurt (Oder) hat Mechanik und Gehäuse restauriert. Von der Potsdamer Firma Schuke kamen die 45 neuen Frontpfeifen, originalgetreu aus Zinn. Ihr Klang hat Experten wie die Königs Wusterhausener Kantorin Christiane Scheetz schon begeistert. Und auch Orgelspieler Alexander Gütter schwärmt.

Alexander Gütter spielt Orgel bei den Gottesdiensten. Quelle: Frank Pawlowski

Mit der Orgel hat die Westempore ihren ursprünglichen Anstrich erhalten. Es ist der erste Bereich, der im alten farblichen Glanz wieder erstrahlt. Die Gelegenheit war günstig, weil das Instrument abgebaut war. So konnten Decke und Wände gut bemalt werden.

So wird einmal der gesamte Innenraum wieder aussehen. An einigen Stellen ist die Bemalung unter dem grünen Anstrich schon freigelegt worden. Aber mit der Restaurierung wird es hier noch dauern. In diesem Jahr soll noch die Außensanierung in Angriff genommen werden, berichtet Max Schirrmacher. „Wenn wir das geschafft haben, sind wir stolz, weil wir in zehn Jahren so viel erreicht haben.“

Blick durch das Orgelgehäuse hinüber zum Altar. Quelle: Frank Pawlowski

Dach und Glocken wurden schon erneuert. Insgesamt rund 265.000 Euro sind seit Gründung des Fördervereins im Jahr 2009 in die Kirchensanierung geflossen, allein der Wiederaufbau der Orgel hat gut 53.000 Euro gekostet. Dank Fördermitteln und Spenden konnten diese Summen aufgebracht werden. So vergibt der Förderverein Patenschaften für die Frontpfeifen. Die Preise liegen zwischen 150 und 250 Euro. Paten bekommen ein Bild vom Instrument, auf dem ihre Pfeife eingezeichnet ist. Außerdem erhalten sie als Andenken noch eine der alten Zinkpfeifen, die nach dem Ersten Weltkrieg eingebaut wurden.

Das Innenleben der Orgel. Sie hat mehr als 600 Orgelpfeifen, die 45 Frontpfeifen wurden erneuert. Quelle: Frank Pawlowski

Gut die Hälfte der 45 neuen Frontpfeifen sind schon vergeben. Alexander Gütter hofft, dass sich bei der Einweihungsfeier am kommenden Sonntag weitere Paten finden werden. Er hat auch schon eine weitere Idee. Für die 700 Sterne in der künftigen Deckenbemalung will er ebenfalls Patenschaften ausschreiben. Die ersten Sterne sind über der Orgel schon zu sehen.

19. August, 15 Uhr: Festgottesdienst zur Wiedereinweihung der Dinse-Orgel in der Niederlehmer Kirche mit Superintendent Christian Nottmeier und Pfarrer Gottfried Hülasen; ab 16 Uhr: Kaffeetafel im Gemeindesaal; ab 17 Uhr: Orgelkonzert mit Kreiskantor Christian Finke-Tange und Kantorin Christiane Scheetz.

Von Frank Pawlowski

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